Montag, 27. März 2023
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Wasserkran wird Denkmal

Wasserkran wird Denkmal
Der Güterschuppen an der Roedernallee Foto: Wikimedia, Andre_de

Reinickendorf – Der Bezirk ist geprägt durch seine Geschichte als Industriestandort. Daher sollten bestehende bauliche Zeugen dieser Geschichte für die Nachwelt erhalten werden. Die Linksfraktion hat in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beantragt, den Wasserkran am ehemaligen Güterbahnhof als technisches Denkmal in die Denkmalliste eintragen zu lassen.

Außerdem sollte der Kran, zumindest äußerlich, instand gesetzt werden. Es ist geplant Schulklassen in Koorperation mit der Deutschen Bahn Unterricht vor Ort zum Thema Industrialisierung oder Heimatkunde zu ermöglichen. Der Antrag wurde nun in der Januar-Sitzung der BVV beschlossen. Linke-Fraktionsvorsitzender Felix Lederle: „Es ist der letzte Wasserkran in Reinickendorf zum Befüllen von Dampfloks und einer der letzten erhaltenen in ganz Berlin. Ich freue mich, dass wir dazu beitragen konnten, dieses technische Denkmal für kommende Generationen zu bewahren“.

Der Güterbahnhof Reinickendorf wurde 1905 im Rahmen der Verlegung der Kremmener Bahn angelegt – mit sieben Ladegleisen, auf denen die ansässigen Industrie- und Handelsunternehmen ihren Güterverkehr abwickelten. Zwischen den Jahren 2006 und 2009 wurden die Gleisanlagen des Güterbahnhofs zurückgebaut. Lediglich ein Gleis in das Industeriegebiet am Eichborndamm, über das der Schienenfahrzeughersteller Stadtler gelegentlich noch Fahrzeuge zustellt, blieb erhalten. Der Güterschuppen und beide Stellwerke stehen unter Denkmalschutz. viv

Gefundene Standorte im Beitrag | Berlin, Reinickendorf