Freitag, 03. Februar 2023
Start Panorama Testkäufe zeigten: Jugendschutz oft nicht beachtet

Testkäufe zeigten: Jugendschutz oft nicht beachtet

Testkäufe zeigten: Jugendschutz oft nicht beachtet

Bezirk – „Die Ergebnisse unserer Testkäufe bestätigen die Notwendigkeit dieser wichtigen Einsätze, um Jugendliche besser zu schützen.“ So bilanziert Bezirksstadträtin Julia Schrod-Thiel eine Aktion des Reinickendorfer Ordnungsamts. Das hat zuletzt, in Zusammenarbeit mit der Polizei, wieder Kontrollen zum Jugendschutz durchgeführt. Alarmierend: An einem einzigen Tag seien bei allen sechs Proben an verschiedenen Verkaufsstellen unrechtmäßig Alkohol und Zigaretten an einen jugendlichen Testkäufer verkauft worden, heißt es in der Mitteilung des Bezirksamts. Schrod-Thiel: „Besonders irritierend war für unsere Einsatzkräfte der Umstand, dass sich die Verkäufer zum Teil sogar die Ausweise des Jugendlichen haben zeigen lassen, dann aber dennoch unerlaubte Waren an diesen veräußerten. Das ist eine bewusste und vorsätzliche Missachtung geltender gesetzlicher Bestimmungen.“

Zum Jugendschutz in der Öffentlichkeit gehören zum Beispiel die Aufenthaltsbestimmungen in Gaststätten sowie bei Tanzveranstaltungen. Auch die Abgabe alkoholischer Getränken wie Bier, Wein und Sekt ist an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nach dem geltenden Gesetz nicht erlaubt. Hierunter fällt ebenfalls das Rauchen in der Öffentlichkeit. Die Abgabe von Tabakwaren, E-Zigaretten, E-Shishas und elektronischen Shishas to go darf nur an Volljährige erfolgen. „Ich appelliere an alle Gewerbetreibenden, die Bestimmungen des Jugendschutzes zu beachten und einzuhalten“, betont die Bezirksstadträtin: „Eine Nichtbeachtung der geltenden Regeln ist indiskutabel und wird von uns geahndet.“

Die aktuell geltende Fassung des Jugendschutzgesetzes findet man auf den Internetseiten des Bundesministeriums der Justiz unter www.gesetze-im-internet.de/juschg/

Gefundene Standorte im Beitrag | Berlin, Reinickendorf