Sonntag, 29. Januar 2023
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Fahrrad-Netzwerk wirbt für Poller

Fahrrad-Netzwerk wirbt für Poller
Poller an der Kreuzung Artemisstraße und Dianastraße könnten den Durchgangsverkehr stoppen. Foto: viv

Waidmannslust – In der Dianastraße wird es immer voller: Autofahrer nutzen die Straße zunehmend als Abkürzung zwischen dem Waidmannsluster und dem Oraniendamm. Nun ist die Dianastraße durch eine Baustelle für den Durchgangsverkehr gesperrt – und die Anwohner kommen in den Genuss fast vollkommener Ruhe.

Der normalerweise starke Autoverkehr ist vor allem für Radfahrer gefährlich. Durch die vielen parkenden Autos steht oft nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Dennoch werden Fahrräder oft mit minimalem Abstand von Autofahrern überholt.

Aber nicht nur Radfahrer sind gefährdet, auch Fußgänger, die von den Schulen, Kitas oder dem Altersheim kommen, fühlen sich in dieser Straße nicht immer sicher. Auf dem Dianaplatz verbringen zudem viele Familien ihre Freizeit.

Daher hat Martin Brunzema vom Netzwerk Fahrradfreundliches Reinickendorf ein einfaches Verkehrskonzept entwickelt, durch das der Dianakiez erheblich an Lebensqualität gewinnen könnte. Mit einer Reihe von Pollern an der Kreuzung Artemisstraße und Dianastraße würde der Durchgangsverkehr dort verhindert und der Autoverkehr so umgelenkt, dass sich die Fahrt durch das Wohngebiet nicht mehr lohnt. Der Plan ließe sich vor allem deshalb gut, schnell und einfach umsetzen, da sowohl die Dianastraße, als auch die Artemisstraße Teil des Radverkehrsnetzes Berlin sind – die Artemisstraße als Vorrangstraße, die Dianastraße als Ergänzungsstraße.

Um auf die Verkehrsproblematik und das Lösungskonzept aufmerksam zu machen, hat Martin Brunzema im Dezember eine Postkartenaktion durchgeführt und zusammen mit seiner Frau 1.000 Infopostkarten zum „Dianakiezblock“ in der Dianastraße und ihren Nebenstraßen verteilt. Die Empfänger der Postkarten wurden gebeten, diese als Zeichen der Unterstützung der Verkehrsberuhigungsmaßnahme unterschrieben bei Martin Brunzema in den Briefkasten zu werfen.

Bisher seien fast hundert Karten unterschrieben zurückgekommen – sie werden der Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr, Korinna Stephan, zum Abschluss der Aktion übergeben werden. red

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