Sonntag, 14. August 2022
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Behörden retten 30 Tiere aus Wittenauer „Hundehölle“

Behörden retten 30 Tiere aus Wittenauer „Hundehölle“
Einer der sichergestellten Hunde (Bild: BA Reinickendorf)

Wittenau/Bezirk – Eine aufmerksame Nachbarin hatte die Polizei darauf aufmerksam gemacht: In einer Wittenauer Kleingartenkolonie wurden offenbar Hunde unter grausamen Umständen gehalten. Die Einsatzkräfte machten sich nach dem Hinweis ein Bild und fanden, wie es heißt, eine wahre „Hundehölle“ vor. „Über 30 verwahrloste Hunde verschiedener Rassen waren in zum Teil stark verkoteten und voll urinierten Transportboxen auf engstem Raum eingepfercht“, berichtet die Bezirksstadträtin für Ordnungsangelegenheiten Julia Schrod-Thiel: „Viele der Tiere zeigten Mangelerscheinungen, Entzündungen der Augen sowie aufgescheuerte Hautstellen. Sie litten offensichtlich auch an weiteren schweren Krankheiten.“ Es handelte sich bei der Entdeckung demnach um einen illegalen Handel mit Jungtieren.

Zwei Hunde starben, weitere sind schwer krank, darunter auch Welpen

Alle Tiere seien sichergestellt worden; jedoch hätten die unverzüglich eingeleiteten Maßnahmen nicht verhindern können, dass zwei von ihnen verstarben. Weitere schwer erkrankte Hunde, darunter auch wenige Tage alte Welpen, erhielten sofort eine ärztliche Behandlung. Schrod-Thiel war mit den Amtstierärzten vor Ort: „Es ist unbeschreiblich traurig, diese armen Tiere leiden zu sehen. Ich werde alles dafür tun, den Sachverhalt aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Leider wird dies das bereits erlebte Leid der Tiere nicht mehr lindern können.“

Hunde kamen in Brandenburger Tierheim, vier Hühner zu Privatpersonen

Nach unzähligen Telefonaten, heißt es vom Bezirksamt, bot ein Tierheim in Brandenburg an, die Tiere abzuholen und ihnen ein Zuhause zu geben, bis diese zur Vermittlung wieder genesen sind. Denn: Bedingt durch die in der Ferienzeit angespannte Situation und Vollauslastung konnte das Berliner Tierheim keine Hunde aufnehmen. Vier auf dem Gelände ebenfalls gefundene Hühner vermittelte das Reinickendorfer Ordnungsamt direkt in fürsorgliche Privathände im Bezirk. „Ein ausdrücklicher Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen der Polizei Berlin und dem Amt für regionalisierte Ordnungsaufgaben aus Lichtenberg, die mit uns gemeinsam schnell die Rettung der Tiere ermöglicht haben“, betonte die Bezirksstadträtin.

Gefundene Standorte im Beitrag | Berlin, Reinickendorf