Montag, 03. Oktober 2022
Start Titelthema Neues Bild in der Freiluft-Galerie

Neues Bild in der Freiluft-Galerie

Neues Bild in der Freiluft-Galerie
Bild: as

Pünktlich zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni haben die Wandmaler die Planen und das Gerüst im Dannenwalder Weg 188 abgenommen. Seitdem besitzt das Märkische Viertel eines der höchsten Wandbilder Berlins. 43 Meter misst die Hauswand des 15-Etagen-Hochhauses.

Zu sehen ist eine Mauer, auf der eine Frau und ein Mann mit Ziegelsteinen eine Brücke bauen. Darüber wölbt sich in weißer Schrift im blauen Himmel der Spruch Build Bridges, not Walls! (Baut Brücken statt Mauern!). Die Idee zum dem Riesenbild hatte Chris Melzer, der beim UNHCR Pressesprecher ist. UNHCR ist die englische Abkürzung für Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge. Chris Melzer, der bei der deutschen Niederlassung dieser Neben-Organisation der UNO arbeitet, will mit einem Wandbild den Weltflüchtlingstag ins Bewusstsein rücken. Ziel sei es, „auf 100 Millionen Menschen aufmerksam zu machen, die auf der Welt verfolgt werden“, sagt Chris Melzer. Aber auch die Helfer soll das Bild würdigen. Deshalb sei es ihm wichtig, „dass Sie nicht sehen, wer von den beiden auf dem Mural dargestellten Menschen der Flüchtling ist“. Zum Beispiel sei der Löwenanteil der aktuell aus der Ukraine nach Europa fliehenden Menschen privat untergebracht. So erkläre sich der Titel des Bildes Wir, Unterstützer und Menschen in Not bilden eine Gemeinschaft. Gestaltet hat das Wandbild die Kommunikationsagentur Graco.

Den größten Teil der Kosten hat die Gesobau übernommen. Das Unternehmen hat Erfahrung mit Murals, da sie im Laufe der letzten Jahre am Tegeler See an mehreren Hochhäusern eine Hausbild-Galerie angelegt hat. Auch der Farbenhersteller Brillux hat das neue Bild im Märkischen Viertel möglich gemacht. Verantwortlich für die Zeichnung sind Malte Nickau und Rolf Bremer von der Werbeagentur Graco. Die 1997 gegründete Kommunikationsagentur hat eine eigene Abteilung für Fassadenmalerei. Im Märkischen Viertel dürfte das neue Wandbild
einen Rekord aufstellen. In Berlin gibt es allerdings sowohl großflächigere als auch höhere. Mit 22.000 Quadratmetern ist ein fotorealistisches Fassadenbild in Friedrichsfelde gigantisch.

as

Gefundene Standorte im Beitrag | Berlin, Reinickendorf