Montag, 04. Juli 2022
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Tödlicher Badeunfall am Flughafensee

Tödlicher Badeunfall am Flughafensee
Flughafensee - Bild: Dirk Reichel / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Tegel – Bei einen Badeunfall ist am Samstag (18. Juni) ein Mensch ertrunken. Der 59-jährige Mann war von einem Ausflug zum Flughafensee in Tegel nicht zurückgekehrt; die Ehefrau hatte daraufhin die Feuerwehr alarmiert.

Wie die DLRG Reinickendorf mitteilt, hätten Taucher in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der DRK-Wasserwacht den Vermissten bereits nach wenigen Minuten bergen können. Dennoch sei jede Hilfe zu spät gekommen: Reanimationsversuche seien erfolglos geblieben.

Bezugnehmend auf diesen Vorfall sowie einen weiteren, ebenfalls tödlichen, in Pankow am Weißen See weist die DLRG Reinickendorf auf die allgemeinen Baderegeln hin:

„Grundsätzlich ist klar, dass man nur dann Baden gehen sollte, wenn man gesund ist und sich wohl fühlt. Außerdem ist es ratsam, nicht direkt nach dem Essen ins Wasser zu gehen. Vor dem Schwimmen sollte man sich abkühlen oder duschen. Viele Schwimmer überschätzen sich und ihre Kraft. Deshalb sollte man immer möglichst in Ufernähe bleiben und  Nichtschwimmer maximal bis zum Bauch ins Wasser. Schiffen und Booten sollte man weiträumig aus dem Weg gehen. Bei Gewitter ist das Wasser sofort zu verlassen, weil Lebensgefahr besteht. Wenn man diese Regeln befolgt steht einer Erfrischung im kühlen Nass nichts entgegen. Sollte es trotzdem einmal brenzlig werden, sind wir im Notfall zur Stelle“, so Felix Schönebeck, Leiter der Verbandskommunikation der DLRG Reinickendorf. 

Ein großes Problem sieht Schönebeck darin, dass es einerseits immer mehr Menschen in Berlin gibt, die keine sicheren Schwimmer sind, und andererseits immer weniger ehrenamtliche Lebensretter, die für die Sicherheit der Menschen im, am und auf dem Wasser sorgen. „Die Folgen der Corona-Pandemie stellen die DLRG noch immer vor große Herausforderungen: Wir müssen auf der einen Seite dafür sorgen, dass möglichst viele Kinder in kurzer Zeit das Schwimmen lernen, auf der anderen Seite müssen wir im Wasserrettungsdienst zunehmend auf Menschen Acht geben, die nicht oder nur schlecht schwimmen können. Das bedeutet im Ergebnis deutlich mehr Arbeit, für die uns aktuell immer weniger Ehrenamtliche zur Verfügung stehen. Wir brauchen daher dringend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, damit wir als DLRG unsere Aufgaben weiterhin bestmöglich wahrnehmen können.“

Mehr Informationen zum Ehrenamt bei der DLRG finden Interessierte unter www.reinickendorf.dlrg.de

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