Freitag, 20. Mai 2022
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Erwartungen übertroffen

Erwartungen übertroffen
Kartons schleppen an der Ev. Schule Frohnau Foto: Arne Färber

Frohnau – Die spontane Spendenaktion stieß auf großen Zuspruch: Die Evangelische Schule in Frohnau hatte Anfang März kurzfristig zu einer großen Sammelaktion für die vom Krieg geschundenen Menschen in der Ukraine aufgerufen. Innerhalb von drei Tagen, vom 9. bis zum 11. März, kamen 70 große Kartons mit Hilfsgütern zusammen, die der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal übergeben werden konnten.

Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen schleppten Karton um Karton. Und mit jeder Minute verkleinerte sich der Berg von Hilfsgütern in der Aula des „Blauen Saal“ und verschwand im Bauch eines Kleintransporters. „Ich danke allen für ihre große Spendenbereitschaft. Ich hätte niemals daran geglaubt, dass an drei Tagen so viel zusammenkommt“, sagte Melanie Krewet.

Die Klassenlehrerin der 10a hatte zusammen mit Dr. Sebastian Prüfer (Klassenleitung 10m) die Federführung bei der Koordination der Aktion übernommen. „Die Idee kam ursprünglich von den Schülern. Damit die Spenden aber auch bei den notleidenden Menschen ankommen, hat uns die Mutter einer Schülerin, die bei der Hoffnungstaler Stiftung in Lobetal arbeitet, diesen Kontakt vermittelt“, erklärte Krewet.

Dann ging alles ganz schnell. Die 7. Klassen fertigten einen Flyer mit allen wichtigen Informationen an, schickten diesen per E-Mail an die Schulgemeinschaft, die Kirchengemeinde sowie an die Kitas und warfen ihn in viele Frohnauer Briefkästen. Zuvor hatte die Hoffnungstaler Stiftung die Art von Spenden, die benötigt werden, aufgelistet. Dazu gehörten Isomatten, Decken, Bettzeug, Schlafsäcke, Verbandszeug und Lebensmittel, die mindestens noch eine Haltbarkeit von drei Monaten aufweisen, sowie Hygieneartikel und Taschenlampen. Innerhalb von drei Tagen kamen Massen an Hilfsgütern zusammen. „Das hat uns tief beeindruckt“, sagte Krewet. Die Jungen und Mädchen der 10. Klassen waren in dieser Zeit von 9 bis 14 Uhr im Blauen Saal vor Ort, um die Spenden anzunehmen, zu sortieren und auch zu verpacken. Am letzten Tag der Sammelaktion wurden die Sachen nach Lobetal gefahren. Von dort aus werden sie mit großen Lastwagen in Richtung Ukraine gebracht. red

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