Montag, 04. Juli 2022
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Verschnaufpause für den Frohnauer Wald

Verschnaufpause für den Frohnauer Wald
Dr. Martin Kaupenjohann Foto: kbm

Frohnau – Die Gruppe der am Berliner Wald Interessierten hatte für Samstag, 29. Januar, zum fachlich geführten Waldspaziergang eingeladen. Als Dozent zum Thema Waldboden klärte Dr. Martin Kaupenjohann, Professor für Bodenkunde an der TU Berlin, über die Beschaffenheit des Waldbodens auf. Das Interesse daran und an Informationen, welche Auswirkungen und langfristige Schädigungen durch den Einsatz von schweren Harvester-Erntemaschinen zu befürchten sind, zog über 70 Besucher in den Frohnauer Wald. Dr. Kaupenjohann entnahm mit einem Untersuchungsgerät Bodenproben und erläuterte die unterschiedlichen Schichtenverhältnisse. Seine Vergleiche, zum Beispiel mit Regenerationsmöglichkeiten der menschlichen Haut, verdeutlichten anschaulich die Gefahren auch für den Waldboden, die durch schweres Gerät bei Fällungen entstehen könnten. Die Besucher interessierten sich besonders für den Stand der Petition, die den für diesen Monat angeordneten Einsatz von Harvestern für großflächige Fällungen verhindern möchte.

Die offizielle Auskunft der Berliner Forsten vom 28. Januar dazu: „Die Berliner Forsten verschieben die geplanten Waldpflegemaßnahmen im Frohnauer Wald auf den Winter 2022. Grund ist ein akut erhöhter Informations- und Aufklärungsbedarf über die Notwendigkeit und die Methodik der geplanten Maßnahmen, den die Forsten etlichen Kontaktaufnahmen von Bürgerinnen und Bürgern entnehmen konnten … Mit dem Aufschieben der Maßnahmen unterstreichen die Berliner Forsten, dass sie die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner und der Waldbesuchenden in Frohnau ernst nehmen und, wie schon bisher, offen und bereit für einen Dialog sind […]“ Die Berichte in der RAZ wurden auch von der Berliner Presse aufgegriffen wie in der BZ vom 28. Januar. Der Frohnauer Wald kann somit erst einmal aufatmen. kbm

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