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Donnerstag, 21. Oktober 2021
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Ohne Rampe kein Übergang

Ohne Rampe kein Übergang
Über diese Brücke wirst du nicht gehen: Die Rampe fehlt. Foto: I love Tegel

Tegel – „Wäre sein Wort eine Brücke, ich ginge nicht drüber“ – würde man das Sprichwort auf die Aussagen des Senats zur Fußgängerbrücke an der Mühle in Tegel anwenden, käme man im doppelten Sinne nicht rüber. Laut Aussage der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im Spätsommer 2019 hieß es, dass man plane, im Herbst 2019 mit den Bauarbeiten zu beginnen und bis Ende des Jahres 2019 fertig zu werden. Daraus wurde nichts.

Felix Schönebeck vom Verein I love Tegel e.V. hatte bereits mehrfach beim Senat wegen der Bauverzögerungen nachgehakt. Als im Frühjahr 2020 wieder keine Bauarbeiten zu beobachten waren, machte Schönebeck erneut Druck bei den Verantwortlichen. Dann – im Juli 2020 – die frohe Botschaft: im September 2020 sollen die Bauarbeiten starten und zum Jahreswechsel beendet sein. Tatsächlich begannen die Bauarbeiten dann erst im November 2020, Fertigstellung sollte im Sommer 2021 sein.

Der Sommer ist seit dem 1. September meteorologisch betrachtet vorüber, die Bauarbeiten aber noch immer nicht abgeschlossen. Die Brücke ist an sich zwar fertig, es fehlt aber noch die Rampe, um auf die Brücke zu gelangen. Die Brücke ist also weiterhin für Fußgänger gesperrt. Schönebeck hakte wieder nach. Antwort des Senats: Nach Räumung des Baufeldes am 29. August 2021 soll die Brücke wieder nutzbar sein. Ist sie aber nicht. Auf die Rampe wartet man noch immer.

Am 16. September teilte die zuständige Senatsverwaltung Schönebeck mit, dass die noch ausstehenden Bauarbeiten (Rampe) laut Investor frühestens im November dieses Jahres beginnen.

Der erneute Verzug sorgt bei Schönebeck für neuen Unmut. „Die Fußgängerbrücke ist seit Jahren nicht nutzbar und schon wieder ist ein Termin geplatzt. Die Brücke ist nicht nur eine kurze Verbindung zwischen Alt-Tegel, dem Schlossviertel und der Malche, sondern auch ein sicherer Schulweg für die Kinder und vor allem eine barrierefreie Alternative zur Sechserbrücke. Unzählige geplatzte Termine sorgen verständlicherweise für Ärger bei den Anwohnern. Ich will mich auch nicht damit zufriedengeben, dass man mittlerweile immer spöttisch sagt, in Berlin würden Bauvorhaben eben etwas länger dauern. Ich finde, das ist ein echtes Armutszeugnis für Berlin!“

Nun teilte die zuständige Senatsverwaltung Schönebeck mit, dass die noch ausstehenden Bauarbeiten (Rampe) laut Investor frühestens im November dieses Jahres beginnen. Es sieht also danach aus, als würde die Brücke erst im nächsten Jahr für die Fußgänger wieder eröffnen.red

Foto: I love Tegel

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