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Sonntag, 19. September 2021
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Gefährlicher Müll im Trinkwasserschutzgebiet

Gefährlicher Müll im Trinkwasserschutzgebiet
(c)Felix Schönebeck

Tegel – Wieder einmal haben sich Unbekannte ihres gefährlichen Mülls einfach in der Natur entledigt: Im Trinkwasserschutzgebiet an der Bernauer Straße in Tegel wurden große Mengen an Bauschutt und Sondermüll illegal entsorgt. Das berichtet Felix Schönebeck von “I love Tegel”. Entlang der gesamten Strecke durch den Wald von Tegel-Süd bis nach Spandau fänden sich immer wieder Müllsäcke, Dämmwolle, Bauschutt, Dachpappe, Teppichboden sowie Elektrogeräte. 

Der Bezirksverordnete ist entsetzt, hat die Vermüllung bereits den Berliner Forsten gemeldet: “Der illegal entsorgte Sondermüll schadet unserer Natur, unseren Tieren und unserer Umwelt. Er stellt hier zusätzlich eine Gefahr für die Trinkwasserversorgung dar. Die Vermüllung und Verwahrlosung des öffentlichen Raumes geht immer weiter voran. Es muss jetzt etwas unternommen werden, um dieser Entwicklung endlich Einhalt zu gebieten.” Damit Prävention, Gefahrenbeseitigung und auch Ahndung solcher Umweltsünden besser gelingen, sollte nach Schönebecks Meinung das Forstamt Tegel unbedingt personell aufgestockt werden. “Trotz aller Mühe kommen die Mitarbeiter gar nicht mehr hinterher. Man muss die Forstämter wieder in die Lage versetzen, dass sie ihre Aufgaben wahrnehmen können. Davon sind wir aktuell meilenweit entfernt.” 

Ein entsprechender Antrag wurde vor knapp zwei Jahren auf Schönebecks Initiative einstimmig in der Reinickendorfer Bezirksverordnetenversammlung beschlossen. Der Senat hatte zwar daraufhin im Doppelhaushalt 2020/21 insgesamt 23 neue Stellen für Berlin geschaffen, “jedoch kann dies erst der Anfang einer strukturellen Verbesserung der 28 Revierförstereien in Berlin gewesen sein. Eine Verbesserung der Situation ist jedenfalls noch nicht zu erkennen.” 

Gefundene Standorte im Beitrag | Berlin, Reinickendorf