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Sonntag, 19. September 2021
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Zentrale Mauergedenkfeier

Zentrale Mauergedenkfeier
Michael Müller (l.) und Dietmar Woidke vor den Gedenkkränzen Fotos (3): kbm

Frohnau/Hohen Neuendorf – Am 13. August fand auf dem Gelände des Naturschutzzentrums am ehemaligen Grenzwachturm in Hohen Neuendorf das zentrale Gedenken des Landes Brandenburg zur Erinnerung an den Bau der Mauer vor genau 60 Jahren statt.

Der rbb übertrug die Veranstaltung, in dessen Mittelpunkt das Totengedenken für die 140 Opfer der Berliner Mauer stand, live aus dem Waldstück zwischen Berlin und Brandenburg, nördlich des Reinickendorfer Ortsteils Frohnau. Nachdem Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und die Präsidentin des Landtages Brandenburg, Prof. Dr. Ursula Liedtke (SPD) die Erinnerung an den Bau der Mauer rund um die drei Westsektoren der Stadt Berlin vor sechs Jahrzehnten mahnend in Erinnerung gerufen hatten, verlasen der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), sowie die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden die Namen der 140 Opfer, die jeweils in ihren Gemeindegebieten bei Fluchtversuchen zu Tode kamen.

In Anwesenheit der Angehörigen auf besonderen Stuhlreihen war es ein besonders ehrwürdiges Gedenken, bei dem während der Nennung des Alters und der grausamen Todesart 14 junge Menschen je ein Schild mit dem Namen des Opfers auf einen der 140 Stühle platzierte. Auch Zeitzeugen erinnerten an die grausame Abriegelung der Grenze. Nach der Kranzniederlegung durch Ministerpräsident Woidke und dem Regierenden Bürgermeister Müller war die große versammelte Waldgemeinde durch eine Schweigeminute mit einem engen emotionalen Band verbunden. Diese Stimmung wurde auch in der Tagesschau für die gesamte Nation festgehalten. Michael Müller berichtete im Interview über die Verpflichtung, diese Erinnerung an die Schreckensherrschaft als Mahnung für die Jugend und spätere Generationen wachzuhalten.

Diesen Termin erreichten beide Politiker in Begleitung der Sicherheitskräfte nach einem 450-Meter-Fußmarsch durch den Wald zum ehemaligen Grenzstreifen, der rund um Frohnau die Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg darstellt, von vielen Freizeitsportlern und Spaziergängern genutzt wird. kbm

Fünf junge Frauen und neun Männer sind Paten für die Namensschilder.

140 Stühle tragen einen Namen.

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