Dienstag, 29. November 2022
Start Politik | Wirtschaft „Wir leben hier unsere Werte“

„Wir leben hier unsere Werte“

„Wir leben hier unsere Werte“
Viet Nguyen Duc mit seinem engagierten Team Foto: promo

Tegel – Viet Nguyen Duc und sein Team versorgen mit ihrem Supermarkt in der Ernststraße wöchentlich rund 11.000 Kunden – auch im Corona-Jahr konnte sich der Kiez auf sie verlassen. Für seine Unternehmensphilosophie und sein lokales Engagement wurde der Kaufmann mit der Auszeichnung „Jungunternehmer des Jahres“ geehrt. Den Preis vergibt ein Fachbeirat im Auftrag der „Lebensmittel Zeitung“ direkt. Sie zeichnet damit vorbildliche Leistungen im deutschen Lebensmittelhandel aus.

„Das ist eine Bestätigung, wir leben hier unsere Werte. Das geht ins Herz“, sagt Viet Nguyen Duc zur Ehrung. Seine berufliche Philosophie lässt sich kurz und knapp so zusammenfassen: „Jede Arbeit ist wichtig, wir sind ein starkes Team. Der wahre Erfolg sind die Erfüllung der Kundenwünsche und der Wohlfühlfaktor bei uns.“ Viet spricht ungern von Mitarbeitern, er nennt sie lieber Teammitglieder. „Er sieht das hier nicht nur als Unternehmer. Er ist definitiv ein Mensch, der auch Gefühle transportiert und uns dadurch immer weiterbringt und zusammenschweißt“, sagt Mandy Lüder, Assistentin der Marktleitung. Gemeinsam engagiert sich das Team für Initiativen im Kiez, sie unterstützen beispielsweise den Verein I love Tegel, ein Jugend- und Familienzentrum und den Fußballverein FC Arminia Tegel, der gleich nebenan trainiert.

Als Viet Nguyen Duc vor mehr als 20 Jahren sein Abitur in Hanoi abschloss, fragte seine Mutter: „Wo willst du denn studieren?“ Sie selbst hatte jahrelang als Gastarbeiterin in der deutschen Textilbranche gearbeitet und Geld in die Heimat geschickt. Dank seines guten Englischs hätte Viet nach Australien oder Singapur gehen können. Doch er entschied sich fürs Studium in Potsdam, wechselte später an die TU Berlin. Nach dem BWL-Studium gründete er eine Ich-AG. 2006 dann der Einstieg in den Lebensmitteleinzelhandel: Viet kaufte als 27-Jähriger einen kleinen Nachbarschaftsmarkt der Marke nahkauf in Tempelhof. Damals hatte er noch keine eigene Familie und dachte: „Wenn es nichts wird, kann ich immer noch zurückgehen nach Vietnam, da warten meine Eltern“.

Dann kam die Gelegenheit, einen neuen Rewe-Supermarkt zu übernehmen. Und das tat er dann auch – mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt. red

Gefundene Standorte im Beitrag | Berlin, Reinickendorf