Die Zuversicht kehrt langsam zurück

Der Lockdown hat manche Vereine schwer gebeutelt, aber der Blick geht nach vorn

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Menschen mit Trommeln auf Stadiontribüne
Foto: bek

Wer in den letzten Monaten das Privileg hatte, in eine Sporthalle hinein zu dürfen, den befiel Wehmut. Ob bei Spielen der Zweitliga-Handballerinnen der Füchse in der Sporthalle Charlottenburg, oder bei Begegnungen der Männer in der Max-Schmeling-Halle – da fehlte etwas. Versprenkelt saß der eine oder andere auf den Tribünen, die in der Schmeling-Halle Platz für 8.000 Besucher bieten. Und irgendwie verloren blickten ein paar Maskottchen auf das Spielfeld. Ein Scherzkeks des Fanclubs Füchse-Power hatte diese mit Masken versehen.

Aber während der Spielbetrieb in den höchsten Ligen auch in Pandemie-Zeiten weiter lief, hatten es Breitensport-Vereine schwerer. Beim TSV Wittenau etwa lag der Sportbetrieb über Monate brach. „Wir haben 800 Austritte zu verzeichnen, sind von 3.500 auf 2.700 Mitglieder geschrumpft“, sagt Vorstandsmitglied Elke Duda, die zugleich auch Vizepräsidentin des Bezirkssportbunds Reinickendorf ist. „Vereine, die Mannschaftssport anbieten, hatten es da besser. Dem VfB Hermsdorf geht es gut, die Füchse hatten zwar Probleme mit ihrem Gesundheitsprogramm, auch der VfL Tegel mit den Kurzzeitsportprogrammen. Aber die sind nicht existentiell.“

Richtig hart getroffen hat es indes den GST Bewegggrund. „Wir haben rund ein Drittel unserer Mitglieder eingebüßt, liegen jetzt bei 1.100“, sagt die Vereinschefin Sabine Biele. Ihr Verein muss für die verschiedenen Stätten am Borsigturm, im Haus Conradshöhe oder im Medical Park an der Humboldtmühle Mieten in Höhe von insgesamt mehr als 5.000 Euro monatlich entrichten. „Ohne den Rettungsschirm des Landessportbundes, wäre es für uns richtig eng geworden“, sagt Biele.

Angesichts der positiven Entwicklung der Inzidenzen blickt sie nun aber wieder zuversichtlicher in die Zukunft. „Einige Mitglieder sind schon zurückgekommen und mit fortschreitender Impfquote wird sich das steigern. Das Bedürfnis, Sport zu treiben, ist riesengroß“, sagt Biele.

Elke Duda ist ohnehin „Berufsoptimistin“: „Ich denke, dass wir wieder hochfahren, wenn sich die Situation weiter stabilisiert. Und wir sind noch enger zusammengerückt. Ältere Cheerleader etwa haben abends über ein Internetportal den jüngeren Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen. Und alle Trainer sind bei der Stange geblieben.“ In dieser Woche startete bereits das beliebte Projekt „Sport im Park“ mit 40 Angeboten für Jung und Alt. bek