Fürs Ohr und fürs Herz

Dank an alle, die während der Pandemie Großartiges leisten

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Konzert hinter Glas
Sophia Bicking singt in Dominikus – hinter Glas. Foto: fle

Hermsdorf – „Somewhere over the Rainbow“ – die Stimme von Jazzsängerin Sophia Bicking ertönt durch den Empfangsraum der Caritas-Klinik Dominikus und verzaubert alle, die zuhören. Ein paar Patienten lauschen der Stimme und den Pianoklängen von Béla Meinberg, Pfleger und Ärzte verlangsamen ihre Schritte und halten kurz inne, um die besondere Atmosphäre dieses kleinen privaten Konzerts in sich aufzunehmen.

Es ist Samstag, 17. April, kurz vor 18 Uhr – und die kleine Konzertveranstaltung ist in vollem Gange. Die engagierte Gruppe rund um Oliver Rabitsch, bestehend aus Markus Beese, Thomas Maier, Ute Strelow und Andreas Gerts, hat die Veranstaltungsreihe mit großem Enthusiasmus ins Leben gerufen, um auf eine wunderbare Weise „Danke“ zu sagen.

„Danke“ an all diejenigen, die während der Pandemie tagtäglich Großartiges leisten und über ihre Grenzen hinauswachsen: dem Personal der Caritas-Klinik Dominikus in der Kurhausstraße 30 stellvertretend für alle Krankenhausmitarbeiter in Berlin und ganz Deutschland. Eine Woche zuvor, am 10. April, wurde die Dankes-Aktion offiziell gestartet (die RAZ berichtete).

In der Klinik arbeiten rund 450 Mitarbeiter, und sie haben vor allem in der ersten, zweiten und nun dritten Corona-Welle alle Hände voll zu tun. Umso mehr freuen sie sich über das Projekt, das direkt an ihrem Arbeitsplatz stattfindet. Doch nicht nur musikalisch, sondern auch floral und kulinarisch gab es kleine Aufmerksamkeiten für das Krankenhaus-Team: Auch mit Blumensträußen und Tortenstückchen wurde den Mitarbeitenden auf besondere Weise für ihren Einsatz gedankt.

„Es gab von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nur positives Feedback“, sagt die ärztliche Leiterin der Klinik, Dr. Iris Kraus. „alle waren wirklich begeistert und freuen sich über die besondere Wertschätzung von außen. Die können sie auch wirklich brauchen: „Mittlerweile macht sich die dritte Corona-Welle auch bei uns extrem bemerkbar“, erklärt Dr. Kraus, „die Intensivbetten werden knapp, und die Intensivmediziner leisten Schwerstarbeit – aber nicht nur sie, sondern alle anderen Personale ebenso.“

Klinik-Pressesprecherin Monique Bräuer fügt hinzu: „Da nicht alle Kollegen nach unten ins Foyer kommen konnten, bin ich mit den Blumen und Tortenstückchen unter anderem nach oben zur Intensivstation gegangen, um die Dankes-Geschenke zu verteilen.“ Und es komme auch wirklich gut an, dass es nicht ein einmaliges Event ist, sondern sich die Veranstaltungsreihe mit zehn Konzerten bis Ende Mai zieht. Woche für Woche gibt es also sonnabends von 17 bis 18 Uhr etwas für‘s Ohr und für’s Herz.

Im Außenbereich taucht die Lichtergalerie das Klinikgelände in ein besonderes Licht: Das Krankenhauspersonal, welches abends zu Nachtschicht kommt oder früh am Morgen zur Tagschicht, wird nun durch bunten Laternenschimmer begleitet.

Wer mag, kann sich die Lichtergalerie von außen anschauen oder den Livekonzerten lauschen. Am 8. Mai wird „Hopkins“ mit Klassikern und Evergreens der vergangenen Jahrzehnte zu hören sein, am 15. Mai verzaubert „Like Mint“ mit musikalischer Poesie, und am 30. Mai ist Stummfilm-Pianist Steohan Graf von Bothmer zu hören und zu sehen. Natürlich finden die Veranstaltungen unter strenger Einhaltung der Hygienestandards und Coronaregeln statt – in einem Krankenhaus eine wirklich große Herausforderung für alle Beteiligten. fle