Wasserbüffel-Weidesaison im Fließ hat begonnen

Vorerst sind elf Kühe und Ochsen als „tierische Rasenmäher“ im Einsatz

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Wasserbüffel steigt aus Anhänger aus
Umweltamtsleiter Tillmann Albinus und Landwirt Helmut Querhammer entladen die ersten Wasserbüffel. (Bild: BA Reinickendorf)

Hermsdorf – Im Tegeler Fließ wird wieder mächtig “gebüffelt”: Elf Wasserbüffel sind diese Woche als „tierische Rasenmäher“ im Beisein von Umweltamtsleiter Tillmann Albinus auf die Weiden gelassen worden: drei Kühe und zwei Ochsen grasen nun im östlichen Bereich entlang der Mühlenfeldstraße, sechs weitere Kühe im westlichen Weidegebiet – beginnend bei der Jugendherberge entlang der Forststraße. Im Laufe des Jahres und je nach Wetterlage kommen weitere Tiere hinzu, heißt es vom Bezirksamt.

Projektlauftzeit verlängert – und das um drei statt zwei Jahre

Dem Auftrieb am Mittwoch (13. Mai) vorausgegangen war die Verlängerung der Projektvereinbarung zwischen dem Bezirk, der Senatsverwaltung und dem Landschaftspflegeverband Spandau, der die Beweidung durch die Wasserbüffel organisiert und betreut. Bezirksbürgermeister Frank Balzer hat deshalb mehrfach Grund zur Freude: „Anders als in der Vergangenheit wurde diesmal eine Projektlaufzeit über drei statt bisher zwei Beweidungsjahre geschlossen. Dies gibt allen Beteiligten Planungssicherheit bis Ende 2023 und zeigt den Willen, die Pflege im Tegeler Fließ langfristig zu etablieren.”

Ökologie, Tourismus und Umwelterziehung vereinen

In den nächsten Monaten werden die Wasserbüffel in alter und bewährter Weise effektiv zur Pflege im Tegeler Fließ beitragen und wieder weit über die Bezirksgrenzen hinaus als Publikumsmagnet dienen. “Mit den Tieren sorgen wir sehr anschaulich dafür, Ökologie und biologische Vielfalt auf der einen Seite mit positiven touristischen und umwelterzieherischen Effekten auf der anderen Seite zu vereinen”, so Balzer weiter.

Die Tiere gelten als sehr gutmütig, dennoch sollten Besucherinnen und Besucher ihnen nicht zu nahe zu kommen und die Sicherheitshinweise beachten. Besonders gut sind die Wasserbüffel von den Informationstafeln aus zu sehen, ziehen sich aber auch gern mal zurück. Das Bezirksamt bittet darum, auf der Suche nach ihnen aber nicht abseits der Wege zu laufen. Das Gelände ist ein Naturschutzgebiet.