Für mehr Sicherheit und weniger Lärm

Netzwerk Fahrradfreundliches Reinickendorf organisierte Rad-Demo durch Lübars

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Kinder malen mit Kreide auf einer Straße
Foto: fle

Passanten trauten am 6. März ihren Augen kaum, als zahlreiche Kinder den Zabel-Krüger-Damm in Höhe des Öschelbronner Weges mit einem bunten Zebrastreifen aus Kreidefarben versahen. Die jungen Mitbürger gaben damit ihrem Wunsch nach einem sicheren Überweg für Fußgänger an diesem vielbefahrenen und unübersichtlichen Straßenabschnitt Ausdruck. Die Zebrastreifen-Kreide-Aktion war Teil einer Fahrrad-Demo, die das Netzwerk Fahrradfreundliches Reinickendorf unter dem Motto „Mehr Sicherheit für Radfahrer*innen und mehr Ruhe für Anwohner*innen“ organisiert hatte.

Es ging allgemein um Verkehrssicherheit im Bezirk, aber natürlich insbesondere um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer am Zabel-Krüger-Damm. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer starteten ihren 16 Kilometer langen Rundweg durch den Bezirk am S-Bahnhof Waidmannsluster Damm. Erster und wichtigster Stopp war am Zabel-Krüger-Damm in Höhe Öschelbronner Weg. „Wir sind überwältigt von der großen Zustimmung“, freute sich Verena Schwachmeyer von der Initiative Zabel-Krüger-Damm. „Besonders freut uns, dass alle Bevölkerungsschichten dabei waren: Familien mit Kindern, Senioren und Menschen mit Handicap. Eine wunderbare Aktion.“

Zum aufgemalten Zebrastreifen sagte Markus Bieletzki: „Die Kinder haben das mit Kreide in wenigen Minuten gelöst, wozu die Politik seit Jahren nicht in der Lage ist. Auf 2,8 Kilometern gibt es gerade mal einen Zebrastreifen und zwei Ampeln. Viel zu wenig.“ Und er fügte hinzu: „Wir haben auch auf das Thema Lärm aufmerksam gemacht. Schaut man sich den Lärmaktionsplan der Stadt an, werden am Zabel-Krüger-Damm an 128 Hausnummern die gesundheitsgefährdeten Grenzwerte überschritten.“ Im Anschluss daran ging es weiter über Alt-Lübars und Quickborner Straße zum Eingang der Familienfarm: Trotz des Ausbaus der Quickborner Straße mit einem Radstreifen fühlen sich hier viele Radlerinnen und Radler nicht sicher.

Hier wurden auch die Forderungen der Demonstrierenden vorgetragen: Es geht um die Beseitigung von Radwegschäden, eine Planung und Umsetzung von sicherer Fahrradinfrastruktur, die Umsetzung der Maßnahmen aus der Machbarkeitsstudie des Bezirkes, die Realisierung von Pop-Up-Radwegen und Tempo 30 auf den Hauptverkehrsstraßen, an denen keine sichere Radverkehrsführung existiert. fle