Spendenboxen bleiben leer

Manfred Grabert unterstützt das Kinderhospiz Mitteldeutschland

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Plakat zu Spendenprojekt
Manfred Grabert setzt sich für das Kinderhospiz ein Foto: privat

Konradshöhe – Man kann es sich kaum vorstellen, dass bei den vielen Schlagzeilen, in denen es um den Erhalt eines möglichst langen Lebens geht, an viele nicht gedacht wird – wie beispielsweise die Kinderhospize. Vernachlässigte Wirklichkeit: In Deutschland leben über 50.000 Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten – tausende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sterben jährlich an diesen Erkrankungen.

Die Aufgabe der Kinderhospizarbeit ist, an der Seite dieser betroffenen Familien zu stehen, die mit der Gewissheit leben, dass ihr geliebtes Kind das Erwachsenenalter zumeist nicht erreichen wird. Über 1,5 Millionen Euro Spenden jährlich benötigt das Kinderhospiz Mitteldeutschland, um seinen Auftrag zu erfüllen. Bedingt durch die eigene Krise, Kurzarbeit, Existenzsorgen und die Ungewissheit vor der Zukunft halten sich derzeit viele Privat-Spender zurück.

Leer blieben nicht nur Theatervorstellungen, sondern ebenso die dort aufgestellten Spendenboxen. Die jährlich benötigten Spenden konnten nur durch zahlreiche Charity-Veranstaltungen eingesammelt werden. Eine davon ist seit fast zehn Jahren die Geburtstagsparty am 1. Februar des Konradshöhers Manfred Grabert.

Auf seiner gigantischen Party im letzten Jahr sammelte er fast 30.000 Euro zur Errichtung von Elternzimmern ein, die coronabedingt leider nicht wie geplant im Sommer fertiggestellt und mit einer großen Charity-Party eingeweiht werden konnten. „Statt einer Einladung zu meinem Geburtstag versandte ich dieses Jahr ein winterliches Teepaket an über 100 Freunde und Bekannte und bat um eine Direktspende an das Hospiz“, erzählt Grabert, der bekannt dafür ist, dass er auf Privat- und Firmenfeiern guter Geschäftsfreunde Udo Jürgens Lieder interpretiert für karikative Zwecke. „Unser Herzensprojekt braucht ein Update, denn wir alle wissen, wie wichtig eine zeitgemäße Webseite ist, um Transparenz zu schaffen und mit dem langfristigen Sammeln von Spenden die großartigen Leistungen dieses Hospizes zu erhalten.“

Es ist mutig, in diesen harten Zeiten, um Spenden zu bitten. Mit einem Schokobussi in Form einer individuell gestalteten Toblerone bedankten sich Martina und Manfred Grabert bei den Spendern für den überragenden Erfolg von 14.612 Euro, mit dem der Bau eines neuen Internetauftritts gefördert werden soll. „Bei mir wissen die Leute, dass die Spende auch ankommt“, begründet Grabert sein erfolgreiches Engagement. dsd