Einkauf mit hohem Gefahrenpotenzial

Parkende Pkw verstellen den Blick bei der Ausfahrt auf den Eichborndamm

292
zwei Männer auf einem Supermarktparkplatz
Foto: kbm

„Der gefährlichste Teil des Einkaufs kommt danach“ – so war ein Leserbrief in der RAZ im Februar überschrieben. Es ging um die Ausfahrtsituation vom Edeka-Parkplatz Eichborndamm/Antonienstraße, wo der Blick „durch parkende Fahrzeuge gänzlich versperrt“ sei.

Der Parkplatz mit 90 Stellplätzen liegt in der Schnalle Eichborndamm und Antonienstraße, beide stark befahrene zweispurige Einbahnstraßen. Berufsfahrer berichten, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h oft überschritten werde, bei Sperrung des Tunnels riskante Überhol- und Schneidemanöver auch für BVG-Linienbusse stattfänden. Die FDP-Fraktion hat für die nächste BVV-Sitzung am 17. März nun einen Antrag gestellt, das in der StVO vorgeschriebene Parkverbot von jeweils fünf Metern vor und hinter einer Kreuzung an beiden Ein- und Ausfahrten des Marktes auszuweisen. Sören Görse bietet an, bei Wegfall von Parkplätzen an den Ausfahrten den Anwohnern abends und nachts unbegrenztes Parken zu gestatten.

David Jahn hatte gerade einen Erfolg beim Schildbürgerstreich „Busspur Berliner Straße“ erreicht. Hier wurde kürzlich die seit vielen Jahren geforderte Busspur eingerichtet, allerdings auf der zweiten Fahrbahn der vierspurigen Straße, um einige Parkplätze in der ersten rechten Spur zu erhalten. So erhöhte sich die Staugefahr, weil für den Individualverkehr oft nur eine Spur bleibt.

Der Entschärfungsantrag von Jahn mit Wegfall der Parkplätze wurde am 10. Februar in der BVV angenommen: „Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich gegenüber den zuständigen Stellen für eine Neuanordnung des Bussonderfahrstreifens in der Karolinenstraße einzusetzen. Durch die neue Anordnung sollen beide vormals vorhandenen Fahrstreifen für den motorisierten Individualverkehr wiederhergestellt werden, indem ein Bussonderfahrstreifen in Seitenlage angeordnet wird.“

kbm