“Dicke Marie” wird Nationalerbe

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Baum
Dicke Marie (Foto: Wikipedia/Havelbaude)

Tegel – Der erste Hauptstadtbaum hat es in die Galerie der Nationalerbe-Bäume geschafft: die 600 Jahre alte Stieleiche mit dem Spitznamen “Dicke Marie”. Das teilt Felix Schönebeck, Vorsitzender des Vereins “I love Tegel e. V.” heute (4. März) mit. Die offizielle Ausrufung soll im Juli erfolgen. Hinter der Auszeichnung steht die Deutsche Dendrologische Gesellschaft e.V. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, so genannte “Uralt-Bäume”, die über 1.000 Jahre alt werden können, zu schützen und zu pflegen, um ihnen damit langfristig ein “Altern in Würde” zu ermögli­chen.

Baum-Geschichte eng mit Humboldt-Brüdern verbunden

 “Die ‘Dicke Marie’ ist ein echtes Tegeler Wahrzeichen und eng mit der Geschichte der Humboldt-Brüder verbunden. Durch die Lage am Uferwanderweg am Tegeler See zieht sie viele Besucher bei einem Spaziergang an”, freut Felix Schönebeck über die Würdigung. Der Baum ist schon länger ein beliebter Anlaufort für Spaziergänger als einer der dicksten, ältesten und bekanntesten Berliner Bäume. An der dicksten Stelle misst sie einen Umfang von über 6,7 Metern. Die Humboldt-Brüder, die im nahegelegenen Schloss Tegel aufwuchsen sollen die Stieleiche nach ihrer Köchin Marie benannt haben, die wohlbeleibt gewesen sein soll. Früher diente die “Dicke Marie” als Grenzbaum und trennte die Gemarkungen Tegel und Heiligensee.

Mülleimer soll aufgestellt werden

Felix Schönebeck und sein Verein “I love Tegel e.V.” wollen sich dafür einsetzen, dass vor Ort ein Mülleimer mit Deckel installiert wird. Auch historische Spaziergänge mit einem Halt an der “Dicken Marie” plant der Verein.