Schwan in Not, gefährliche Äpfel und Zapfen

„Twittergewitter“ der Feuerwehr auch über Reinickendorf

285
Feuerwehrauto-Dach
Symbolbild

Bezirk/Berlin/Deutschland – Der gestrige 11. Februar, 11.2., gilt wegen der Zahlenkombination und der Passung mit der Telefonnummer 112 als Tag des Europäischen Notrufs. Auch in diesem Jahr ist aus diesem Anlass deutschlandweit, und auch über Reinickendorf wieder das „Twittergewitter“ niedergegangen: Mit hunderten Beiträgen auf dem Kurznachrichtendienst dokumentierten die Berliner Rettungskräfte im Minutentakt ihre Einsätze – und das ausgerechnet an einem durch die Bombenentschärfung in Lübars und die winterliche Witterung ohnehin schon intensiven Tag.

So ließ sich etwa verfolgen, wie Einsatzkräfte direkt am Morgen nach Wittenau ausrückten, alarmiert wegen Verdachts auf einen Schlaganfall. Mehrfach erreichten die 112 Alarme zu Menschen mit Atemnot – in Frohnau hatte beispielsweise jemand wohl ein Apfelstück in den ‚falschen Hals‘ bekommen, im nahen Wedding war es eine Banane, die den Schlund nicht runterrutschen wollte.

Auch die aktuelle Wetterlage nahm die Rettungskräfte in Anspruch: Aus dem Ortsteil Reinickendorf meldete jemand gefährliche Eiszapfen an einem Dach, in Lübars wurde eine Frau nach einem Rodelunfall als bewusstlos gemeldet, und im Märkischen Viertel oder Hermsdorf benötigten auf glatten Gehwegen gestürzte Menschen die Hilfe der Retter. Kurz: Das Twittergewitter dokumentierte einmal mehr die Schlagzahl und Diversität dessen, worauf Feuerwehr, Notärzte, Sanitäter in kürzester Zeit reagieren müssen. In Hermsdorf und Reinickendorf meldeten sich Rauchmelder, die Kräfte rückten aus und – wegen Fehlalarms – unverrichteter Dinge wieder ein. In Tegel brannte ein Papierkorb in einem Gebäude, der aber beim Eintreffen der Feuerwehr schon gelöscht war. Ernstgenommen werden muss eben alles, wenngleich das Social Media Team durchaus auch mal augenzwinkernd arbeitet, sofern es sich anbietet. So erfuhr man beim Twittergewitter zum Beispiel von einem Schwan, der sich bei einem winterlichen Spaziergang auf eine Straße in Hermsdorf verirrt hatte; beim Kurznachrichtendienst gab man sich fast neugierig: „[…] wir schauen mal, wo er hinwill.“