Unmut über Schulpolitik

Umfrage: 77 Prozent der Reinickendorfer sind unzufrieden

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Bild zur von der CDU-Fraktion Berlin in Auftrag gegebene Umfrage

Bezirk/Berlin – Zum Ende des Schulhalbjahres hat die CDU-Fraktion Berlin eine repräsentative Bildungsumfrage („Themenfokus Berlin: Bildung. Detail Reinickendorf“) durchgeführt. Das Berliner Team des Instituts wahlkreisprognose.de hat dabei zwischen dem 14. Dezember und dem 15. Januar 2021 mehr als 47.000 Berliner befragt, davon 3.436 aus Reinickendorf.

„Wie zufrieden sind Sie mit der derzeitigen Arbeit des rot-rot-grünen Senats beim Thema Schule und Bildung?“, lautete die zentrale Frage. Das Ergebnis: 77 Prozent der Befragten sind unzufrieden, 14 Prozent sind unentschieden, 9 Prozent zufrieden.

Vorschlag der CDU: Fachfremde Lehrer sollten nicht für ausgefallene Schulstunden eingesetzt werden. Dafür sollte jede Schule in Berlin eine 110-prozentige Lehrkräfteausstattung erhalten. Eine Vertretungsreserve kann so Fachunterricht sicherstellen. 79,5 Prozent der befragten Reinickendorfer stimmten dem Vorschlag zu, 10,5 lehnten ihn ab.

Anstelle von Quereinsteigern sollen in Hauptfächern wie Deutsch und Mathematik nur ausgebildete Lehrkräfte eingesetzt werden, lautete eine weitere Empfehlung. Eine Mehrheit der Reinickendorfer (78 Prozent) waren dafür, 16 Prozent dagegen. Noch größere Zustimmung fand der Vorschlag, die Klassenstärke zu verkleinern (85 Prozent).

Auch die technische Ausstattung der Schulen wurde thematisiert. Eine große Mehrheit der Befragten unterstützt dabei die Vorschläge der CDU: 79 Prozent der Umfrageteilnehmer sprachen sich dafür aus, dass Schülern wie Lehrern auf Leihbasis digitale Endgeräte zur Verfügung gestellt werden sollten, für eine Pflicht zum digitalen Führerschein für Lehrer hoben 88 Prozent den Daumen und 87,5 Prozent unterstützen die Forderung, ein leistungsfähiges Schul-WLAN an allen Schulen zu schaffen

„Ohne gute Bildung keine gute Zukunft“, resümiert Stephan Schmidt, CDU-Wahlkreisabgeordneter für Heiligensee, Konradshöhe und Tegel, stellvertretend für alle CDU-Abgeordneten des Bezirks zu den Reinickendorf-Ergebnissen. „Seit dem 25. Januar 1996 verantworten SPD-Schulsenatoren die Bildung in Berlin. 25 Jahre SPD-Bildungspolitik sind genug, wir wollen faire Chancen für unsere Kinder. Lehrermangel, zu wenig Schulplätze, Corona-Chaos. So kann es nicht weitergehen, das muss endlich besser laufen.

Alle Vorschläge zur Schulorganisation und zur technischen Ausstattung erhalten genauso Unterstützung wie die Initiativen der Bildungspolitik in Zeiten der Pandemie,“ so Schmidt weiter und schließt. „Das ist für uns ermutigend. Offenbar treffen wir den Nerv der Berliner, vor allem den der Eltern und Familien. Gerade sie leiden unter den Versäumnissen der letzten 25 Jahre SPD-Verantwortung. In der aktuellen Pandemie treten die besonders drastisch zu Tage. Berlin braucht kein rot-rot-grünes ‚Weiter so!‘. Berlin braucht einen bildungspolitischen Neustart.“