Humboldt-Klinikum raus aus Corona-Quarantäne

Nachweis: Virus-Mutationen breiten sich nicht weiter aus

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Mediziner mit Stethoskop um den Hals

Borsigwalde – Heute um Mitternacht ist es soweit: Zum 4. Februar, 00.00 Uhr, nimmt das Vivantes Humboldt-Klinikum wieder Patientinnen und Patienten über die Rettungsstelle und die somatischen Kliniken auf. Das hat heute das Gesundheitsamt Reinickendorf nach Rücksprache mit dem Pandemiestab des Klinikums und dem Robert-Koch-Institut beschlossen: Es sei nachgewiesen geworden, dass sich die als besonders infektiös geltenden Virusvarianten B. 1.1.7 (“britisch”) und B.1.351 (“südafrikanisch”) nicht weiter ausbreiten würden, heißt es von Vivantes heute Abend. Auch die negativ auf SARS-CoV-2 getesteten Mitarbeitenden stehen daher nicht mehr unter Pendelquarantäne: Das Personal hatte sich zuletzt nur zwischen ihrem Zuhause und der Arbeitsstelle bewegen dürfen, es gab Shuttleservices mit der BVG, organisierte Einkaufsdienste und Care-Pakete.

Aktuell versorgt das “Humboldt” mit seinen 640 Betten 270 Patientinnen. Der Krankenhausbetrieb werde jetzt stufenweise hochgefahren. Ab kommendem Montag dann soll das Krankenhaus wieder im vollen, zulässigen Umfang dringliche, planbare Behandlungen durchführen – vor allem onkologische Operationen. Die Beschränkungen für die Psychiatrie, die vom Infektionsgeschehen ohnehin nicht betroffen war, sind vollständig aufgehoben.

Dr. Jürgen Kirschbaum, Geschäftsführender Direktor des Vivantes Humboldt-Klinikum: „Wir sind sehr froh, dass unser Haus aus der Quarantäne entlassen ist. Mit großem Einsatz und umfassender Expertise war es uns gelungen, die Virusvarianten aufzuspüren und die Ausbreitung zu stoppen. Ich danke den Mitarbeiter*innen, die sich mit großem Engagement unter schwierigen Bedingungen weiterhin bestmöglich um die im Hause verbliebenen Patient*innen gekümmert haben. Ein großes Dankeschön für die Zusammenarbeit geht auch an die Berliner Feuerwehr, das Gesundheitsamt Reinickendorf, das RKI, die Virologie der Charité und das Labor Berlin sowie an die BVG für die Shuttles für unser Personal.“ 

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