Ordnungshüter mit neuem Konzept

Stadtrat Sebastian Maack kündigt mehr Kontrollen rund um die Trödelmärkte an

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Menschen hinter rot-weißem Flatterband
Bei der Essensausgabe am Franz-Neumann-Platz geht es stets gesittet zu. Lautstarke Auseinandersetzungen am Platz sind die Ausnahme. Foto: EliJo

Reinickendorf – Gegen illegale Straßenhändler in der Markstraße will der Bezirk jetzt härter durchgreifen. Auch mehr Kontrollen gegen illegale Müllentsorgung rund um die Trödelmärkte sowie ein konsequenteres Vorgehen gegen aggressive Obdachlose am Franz-Neumann-Platz sind geplant. „Wir müssen in Reinickendorf-Ost eine zunehmende Verwahrlosung des öffentlichen Raums beobachten, vor allem rund um den Franz-Neumann-Platz und die Markstraße. Das können wir so nicht länger hinnehmen“, begründet Bezirksstadtrat Sebastian Maack (AfD) das Vorhaben.

„Wir haben dazu neue Einsatzkonzepte entwickelt und werden den vorhandenen Ermessensspielraum beim Strafmaß maximal ausnutzen. Neben dem repressiven Vorgehen des Ordnungsamtes stehe ich aber auch mit den wesentlichen Akteuren vor Ort in Kontakt. Hier kann ich zumindest die positive Nachricht überbringen, dass der Flohmarkt auf Reinickendorfer Seite im Laufe des nächsten Jahres schließen wird,“ sagt der Stadtrat.

Nach Ende des Handels auf den Trödelmärkten in der Markstraße muss der Kiez seit Jahren mit illegalen Müll- ablagerungen von Händlern kämpfen, die offensichtlich einen Teil der nicht veräußerten Ware beim Abtransport einfach auf die Straße legen. Das soll in Zukunft stärker überwacht werden. Gegen illegale Händler, die mutmaßlich gestohlene Shampoos, Süßwaren und Drogerieartikel auf der Straße verkaufen, wurde zusammen mit der Polizei ein neues Einsatzkonzept entwickelt. Neben der Sicherstellung der Ware werden in Zukunft auch Bußgelder in empfindlicher Höhe verhängt. Sollten diese nicht gezahlt werden, werden die Delinquenten mit Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Das Ordnungsamt wird in Zukunft auch gegen Obdachlose rund um den Franz-Neumann-Platz vorgehen; allerdings sehr differenziert. Friedliche Obdachlose, die sich dort beispielsweise eine warme Mahlzeit abholen, bleiben auch in Zukunft unbehelligt. Aggressives Verhalten einiger weniger wird aber in Zukunft nicht mehr geduldet und durch Platzverweise geahndet.

red