„Wohlbefinden ist kostbar“

Preisübergabe des 5. Wettbewerbes „Reinickendorfer Frauen in Führung“

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zwei Frauen
Frauen in Führung Staffelstab-Übergabe Vorjahresgewinnerin Kerstin Bonk gibt ab an Beatrice Naumann. Bild: dsd

Bezirk – „Meine Mitarbeiterinnen haben mich erst richtig für voll genommen als ich mich gezeigt habe, wie ich wirklich bin“, erinnert sich Preisgewinnerin Beatrice Naumann. Sie ist überzeugt, dass Authentizität immer eine wichtige Rolle beim Leiten eines Teams spielt.

Am 30. Oktober fand die Preisübergabe des 5. Wettbewerbes „Reinickendorfer Frauen in Führung“, in einem kleinen, der Situation angepassten Rahmen im Rathaus Reinickendorf in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeaufragten und der Wirtschaftsförderung statt. „Es ist weder gerecht noch zeitgemäß, dass Führungspositionen immer noch überwiegend von Männern besetzt sind. In diesem Jahr möchte ich gerne ein Zeichen setzen und Frauen würdigen, die sich auch in der Krise erfolgreich behauptet haben“, freute sich Wirtschaftsstadtrat Uwe Brockhausen. Die Jury, die sich aus Vertretern der Kammern sowie der Wirtschaft und Politik zusammensetzte, hatte sich für eine Unternehmerin aus einer besonders gebeutelten Branche entschieden – dem Friseurhandwerk. Den Staffelstab überreichte die Vorjahresgewinnerin Kerstin Bonk, die mit ihrer Bonkonsult Gesellschaft seit mehreren Jahrzehnten Dienstleistungen innerhalb der Wohnungswirtschaft anbietet.

Aufgabe der Gewinnerin ist zwei Jahre später für die aktuelle Preisverleihung den festlichen Rahmen zu gestalten. Dieser war ursprünglich aufgrund von Bonks Hobby auf dem Golfplatz in Stolpe geplant, für den sie eine sehr tiefgründige und ausgiebig recherchierte Rede über die Entwicklung der Frauenrechte formuliert hatte. Der kleine Zuhörerkreis staunte nicht schlecht, dass um 1970 noch der Ehemann den Arbeitsvertrag der Frau unterschreiben musste. Motiviert durch ihre achtjährige Tochter, bewarb sich Beatrice Naumann, die sich bereits mit 25 Jahren mit einem eigenen Friseursalon selbständig machte. Da ihr ständige Weiterbildungen in fachlichen sowie sozialen Kompetenzen für sich und ihre sechs Mitarbeiterinnen sehr wichtig sind, hat sich ihr Friseurgeschäft Aglaea am Hermsdorfer Damm zu einem Beauty- und Wohlfühlsalon rund um Ästhetik, medical Beauty und Anti-Aging entwickelt. Die Friseurmeisterin und Visagistin bietet darüber hinaus als NLP-Trainerin und Coach Seminare und Trainings auch außerhalb der Beautybranche an, mit denen sie den Karriereweg von jungen Frauen fördert.

„Bei mir steht das ‚Wir‘ über dem ‚Ich‘ und so ist es für mich selbstverständlich, dass ich das Preisgeld von 1.000 Euro für einen Kurztrip mit meinem Team nutzen werde, denn ohne mein Team wäre ich nicht das, was ich bin und würde hier heute nicht stehen.“dsd