Kleingärtner in Kampflaune

Norbert Raeder macht sich für den Erhalt der Parzellen stark

1927
Menschen bei einer Demonstration
Die Demonstanten am 14. Oktober scheuten den Regen nicht. Die Kleingärten an der Pankower Allee wollen sie erhalten. Foto: privat

Reinickendorf – Die Kleingärtner an der Pankower Allee sind kampfbereit. Ihre Parzellen sollen dem Wohnungsbau zum Opfer fallen. Einer der sich mit ganzem Herzen und viel Entschlossenheit für sie einsetzt ist – der umtriebige und engagierte Norbert Raeder. Gerade erst wurde er mit überwältigender Mehrheit wieder als Parteiloser für eine Mitarbeit in der CDU-Fraktion nominiert. Der Bezirkspolitiker und Wirt des Kastanienwäldchens ruft dazu auf, die Kleingärten zu erhalten.

Vor knapp 90 Jahren gründeten Mitarbeiter der BVG die Gartengemeinschaft in der Pankower Allee gegründet. Damals gehörte das private Grundstück mit 96 Gartenparzellen noch der BVG. Nach einigen Eigentümerwechseln gehört die Fläche jetzt der Gesobau. Und die verfolgt die Pläne – nach der Schließung des Flughafens Tegel – dort Wohnungen zu bauen.

Gegen diese Pläne regt sich Widerstand. Am 14. Oktober spazierten am frühen Abend bei Regen und Kälte – geschützt mit Regenschirmen – über 60 Demonstranten, um sich für den Erhalt der Kleingärten auszusprechen. Aufgerufen zum diesem Spaziergang hatte Norbert Raeder. Er freute sich darüber, dass Wind und Wetter die Befürworter der Parzellen nicht abgehalten hatten. Und die Unterschriftenaktion gegen die Bebauungspläne, die Raeder initiiert hat, konnte darauf schon über 100 Unterschriften verzeichnen. Die Pächter der Parzellen, Freunde der Anlage, Manfred Hopp, Vizepräsident des Berliner Kleingartenverbandes und Raeder selbst hoffen auf weitere engagierte Mitkämpfer.

Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann sich eine Unterschriftliste unter www.kastanienwaeldchen.de herunterladen, Listen können aber auch täglich ab 16 Uhr bis 20 Uhr im Restaurant Kastanienwäldchen in der Residenzstraße 109 abgeholt oder gleich dort unterschrieben werden.ajö