40 Arbeitsplätze entstehen im Strandbad Tegel

Die Pressekonferenz mit den neuen Betreibern fand am 11. August bei tropischen Temperaturen statt

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Menschen vor Strandbad-Schild
Pressekonferenz im Strandbad Tegel, v.l. Sport-Staatssekretär Aleksander Dzembritzki, Geschäftsführerin Marina Naprushkin, Bezirksbürgermeister Frank Balzer, BBB-Unternehmenssprecher Dr. Matthias Oloew.

Tegel – Erholung in der Großstadt wird das Thema der nächsten Jahre sein, denn der Klimawandel wird dazu beitragen, dass die Sommer in mitteleuropäischen Metropolen immer wieder auch von Hitzewellen geprägt sind. So fiel auch die Pressekonferenz am 11. August in eine Woche mit Tagestemperaturen um 30 Grad. Gesellschafterin der neugegründeten Strandbad Tegelsee gGmbH ist die 2013 gegründet Initiative „Neue Nachbarschaft/Moabit e.V.“, die künftig das Strandbad Tegel gemeinnützig betreiben will. Sie ist eine der größten Nachbarschaftsinitiativen in Berlin mit über 400 aktiven Mitgliedern und wurde für ihre Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet. Ihr Hauptziel ist, einen Ort zu schaffen, wo Menschen zueinander finden, wo soziale Kontakte und ein gelebtes Miteinander entstehen. Nach der Neuverlegung der Abwasseranlage wird bei der Wiedereröffnung im nächsten Jahr damit gerechnet, dass hier etwa 40 Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose, Geflüchtete und geringqualifizierte Menschen entstehen werden.

Vorgesehen ist neben dem freien Eintritt für Kinder und Jugendliche ein niederschwelliges Kulturprogramm, was zusammengesetzt aus vielen kleinen Veranstaltungen dazu führen soll, das Strandbad auch als ein nachhaltiges Zentrum für Kultur und Erholung zu betreiben. „Wir brauchen kein teures Spaßbad. Wir wollen einladen mitzumachen“, sagt Geschäftsführerin Martina Naprushkina. „Die Berliner sowie örtliche Initiativen werden an einem Wochenende im September eingeladen, mit uns in den Austausch zu gehen und Programmpunkte vorzuschlagen, damit die kulturelle und sportliche Vielfalt des Bezirks abgebildet werden kann.“

So soll es ein breites Angebot an kostenlosen Schwimmkursen geben, um soziale Teilhabe möglich zu machen und Baderisiken zu minimieren. Vorstellbar sind auch Freizeitangebote in den Sommerferien und Ballsportangebote wie Volleyball und Fußball auf der Wiese. Der Standort ist nicht einfach für Veranstalter. Die Parkplätze wurden von den Berliner Forsten reduziert und über eine Busverbindung – wie die Schmetterlingslinie, die es früher einmal gab – müsste auch neu nachgedacht werden. Auch gibt es noch Stege, deren Stabilität geprüft werden müssen, um eine Anreise über den See zu ermöglichen.

„Erfolgreiche Verhandlungen mit der Wasserschutzpolizei sind hier sehr ambitioniert“, ist sich Bezirksbürgermeister Frank Balzer sicher und hofft sehr, dass der Mut der Initiatoren belohnt wird. „Wir haben alle das gleiche Ziel, nämlich dass dieses Strandbad wieder auf Dauer erfolgreich betrieben werden kann.“

dsd