„Die Kirsche auf meinem Törtchen“

Nach neunmonatiger Bauzeit weiht der VfB Hermsdorf den neuen Kunstrasenplatz ein

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Menschengruppe
Ein schöner Moment: Manuela Weber durchtrennt das symbolische Band, Sportstadtrat Tobias Dollase, Bürgermeister Frank Balzer, Jan Lauterbach von der Firma Polytan GmbH und Bernd Schultz (v.l.), der Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, assistieren der Fußball-Chefin des VfB Hermsdorf. Foto: bek

Hermsdorf – Die Maulwürfe in der Seebadstraße können sich ein neues Revier suchen, nachdem sie mehr als zehn Jahre dem VfB Hermsdorf zugesetzt und teilweise einen Spielbetrieb auf dem Naturrasenplatz unmöglich gemacht hatten. Bei dem neuen Kunstrasen, der nun in Betrieb genommen wurde, haben die Plagegeister keine Chance mehr.

Die in den Vereinsfarben rot und weiß gekleidete VfB-Fußballchefin Manuela Weber zerschnitt am vergangenen Freitag das symbolische rote Band, die 1. und 2. Mannschaft nahmen den neuen Platz mit einem Trainingsspielchen in Betrieb. Bei Gegrilltem, Sekt, Wasser und kühlem Bier genossen die Gäste bei tropischen Temperaturen den Blick über die neue Anlage, die ein echtes Schmuckstück ist.

„Ein geiler Platz, der dem Verein wieder neue Perspektiven bietet, nachdem der VfB im Jahr 2018 rund 100 Mitglieder verloren hatte“, sagte etwa Frank Balzer. Der Bezirksbürgermeister erinnerte an die schweren Jahre, als der Platz wegen der Haufen und Gänge und der damit verbundenen Verletzungsgefahr nicht genutzt werden konnte. „Hier half auch keine schwere Artillerie mehr, wir mussten den Platz sperren.“

Manuela Weber hatte an einem Tag mal 98 (!) Maulwurfshügel gezählt. Der Ärger aber ist Vergangenheit. Als „Kirsche auf meinem Törtchen“ präsentierte sie am Freitag dann noch Bernd Schultz. „Ein schöner Tag für den Berliner Fußball, besser kann ein Re-Start nach dieser langen Corona-Pause ja gar nicht sein“, sagte der Präsident des Berliner Fußballverbandes.

Im Oktober 2019 erfolgte der erste Spatenstich, ein Dreivierteljahr später ist das 1,2-Millionen-Projekt vollendet. Jan Lauterbach von der Berliner Niederlassung der den Bau ausführenden Firma Polytan GmbH hatte viel Lob übrig: „Die Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt und dem Verein war einfach Spitze, alle zogen an einem Strang.“

Für den letzten Schliff sorgten schließlich Mitarbeiter des Grünflächenamts. Manuela Weber war ganz gerührt: „So gut haben wir noch nie ausgesehen.“bek