Razzia zu mutmaßlichem Versicherungsbetrug

Schaden in sechsstelliger Höhe mit angeblich geklauten Autos

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Bezirk/Berlin/Brandenburg/Sachsen-Anhalt – Unter der Federführung der Staatsanwaltschaft Berlin und des Landeskriminalamtes Berlin haben Polizisten gestern Vormittag (7. Juli) in drei Bundesländern insgesamt zehn Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt; unter anderem auch in Reinickendorf. Es geht um den Verdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Versicherungsbetrugs mit fälschlich als gestohlen gemeldeten Autos.

Offenbar hatte ein Berliner in den Jahren 2016 bis 2018 mehrere Fahrzeuge entgegengenommen und an zwei andere Männer weitergereicht. Die jeweiligen Besitzer sollen von ihren Versicherungen unterdessen die Schadenssummen kassiert haben, wobei die Autos tatsächlich gewinnbringend nach Osteuropa verkauft wurden. Nach den bisherigen Erkenntnissen entstand so ein Schaden im sechsstelligen Euro-Bereich.

Bei den Durchsuchungen in Reinickendorf, Neukölln, Köpenick sowie an Orten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt beschlagnahmten die Ermittler Geld, diverse Mobiltelefone und Unterlagen als Beweismittel, deren Auswertung andauert. An dem Einsatz waren rund 90 Polizisten aus den drei Bundesländern beteiligt.