Erste Erkenntnisse zu Radschnellverbindung im Bezirk

Zwischenergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung zu "Reinickendorf-Route" vorgestellt und diskutiert.

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Fahrradspeichen

Heiligensee/Tegel/Bezirk – Wegen Corona musste sie digital stattfinden: Die Informationsveranstaltung, bei der Varianten für eine Radschnellverbindung Reinickendorf-Route vorgestellt worden sind. Es geht um die Strecke von Heiligensee bis zum Schumacher-Quartier und Flughafenareal Tegel: Das Projekt soll den Alltagsradverkehr im Bezirk stärken – wie dies gelingen kann, das war das Thema, und wer sich für den Online-Livestream angemeldet hatte, konnte die Darstellungen verfolgen und auch kommentieren. Rund 100 waren nach Angaben der zuständigen Verkehrssenatsverwaltung dabei, bis zu 60 beteiligten sich aktiv.

Vorgestellt wurden im Detail die Zwischenergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung in zwei Streckenabschnitten. Während der Veranstaltung gingen zahlreiche Fragen, Vorschläge und Hinweise ein, die vom Planungsteam aufgegriffen und beantwortet wurden. Dazu gehörten Ideen und Vorschläge zur Routenführung in den Streckenabschnitten Nord (Heiligensee) und Süd (Tegel). Mit knapp 80 Prozent stimmten die Teilnehmenden der vom Fachplanungsteam favorisierten Routenvariante zu. Zahlreiche Hinweise gab es zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, verbunden mit dem Wunsch nach sicheren Kreuzungssituationen. Mehrfach wurde auch eine mögliche Anbindung und Weiterführung über die Berliner Landesgrenze hinaus nach Brandenburg zur Sprache gebracht, um das Ganzee auch für Pendelnde aus dem Umland attraktiver zu machen. Die eingegangenen Hinweise, auch die bisher nicht diskutierten, werden in der weiteren Planung geprüft und nach Möglichkeit berücksichtigt.

Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese hatte die Menschen im Livestream begrüßt und betonte: „Mit der Radschnellverbindung bekommen die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer eine neue Verbindung für den Alltagsverkehr und eine direkte Radverbindung in die Innenstadt sowie zur künftigen Urban Tech Republic in Tegel. Damit wird es attraktiver, den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad zurückzulegen. Für den Außenbezirk ist das ein Gewinn.“ Die Reinickendorf-Route schließt zudem an die geplante Radschnellverbindung „Mitte – Tegel – Spandau“ an, die eine Weiterfahrt in Richtung Hauptbahnhof und Mitte sowie nach Spandau ermöglichen wird.

Streese bilanzierte den Stand der Dinge: “Wir sind auf einem sehr guten Weg. Der Abschluss der Planungen wird in das Jahr 2021 reichen, ein erster Baubeginn ist aufgrund der notwendigen Planungsverfahren nicht vor 2022 zu erwarten. Wir prüfen aber alle Möglichkeiten zur Beschleunigung.“

Über Radschnellverbindungen

Berlins Radschnellverbindungen, die strahlenförmig von den Außenbezirken in Richtung Stadtzentrum führen, sollen das Radfahren auch auf längeren Strecken attraktiver machen – etwa für Pendlerinnen und Pendler, die vom Auto auf das Rad umsteigen wollen. Hierbei geht es nicht primär um die Fahrgeschwindigkeit, sondern um optimierte Reisezeiten mit möglichst wenig Stopps. Entlang von Hauptverkehrsstraßen messen Radschnellverbindungen je Fahrtrichtung mindestens drei Meter, sodass Überholen gut und sicher möglich ist. Auf Fahrradstraßen und Sonderwegen sind sie im Zweirichtungsverkehr mindestens vier Meter breit. Radschnellverbindungen sind in der Dämmerung und nachts gut beleuchtet. An Kreuzungen gilt im Regelfall Vorrang für den Radverkehr. Fußwege verlaufen getrennt vom Radweg und sind mindestens 2,5 Meter breit. Mit Radschnellverbindungen wird Radfahren sicherer und die Reisezeit kürzer. Nutzen viele Menschen Radschnellverbindungen im Alltag, sind weniger Autos auf den Straßen unterwegs.Weitere Informationen zu Radschnellverbindungen finden Sie unter: