Karstadt-Aus unter anderem auch in Tegel

Reaktionen der Enttäuschung und Sorge

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Bauzaun Tegel-Center
Archivbild vom Sommer 2019 (Foto: Falko Hoffmann)

Tegel/Berlin/Deutschland – Anderswo werden Galeria-Karstadt-Kaufhof-Warenhäuser dichtgemacht, das für das Tegel-Center geplante wird nicht einmal mehr öffnen. Das steht inzwischen fest. Kommentare der Sorge und Enttäuschung kommen von vielen Seiten. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die Schließungen in der Hauptstadt als “schweren Schlag” bezeichnet. “Die Filialen sind von zentraler Bedeutung für die Nahversorgung und sind oftmals Lebensmittelpunkt der Stadtquartiere”, ließ er über den Kurznachrichtendienst Twitter wissen. “Der Senat wird sich in weiteren Gesprächen für den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze und für den Warenhaus-Standort Berlin einsetzen.” Auch Wirtschaftssenatorin Ramona Pop äußerte sich ähnlich.

Die Initiative “I love Tegel” ließ am Freitagabend (19. Juni) auf Facebook wissen: “Keine guten Nachrichten! Heute ist bekannt geworden, dass GALERIA Karstadt Kaufhof die neue Filiale in Tegel nicht eröffnen wird. Dadurch verliert die Fußgängerzone Gorkistraße einen wichtigen und großen Ankermieter.” Der Reinickendorfer Abgeordnete Stephan Schmidt (CDU) betonte unter anderem Investor Huth müsse sich “Gedanken machen, wie das kompensiert werden kann.”

Das zur österreichischen Signa Holding gehörende Unternehmen war in der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bundesweit stehen 62 der 172 Filialen deshalb vor dem Aus; in Berlin sind sechs von elf betroffen.

Die RAZ hatte zuletzt bereits wegen Verzögerungen beim Bau an der Tegeler Gorkistraße berichtet:

Rückblick auf die Grundsteinlegung vor zwei Jahren: