Rückkehr der brennhaarigen Raupe

Senatsverwaltung für Gesundheit warnt wieder vor Eichenprozessionsspinner

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Raupen des Eichenprozessionsspinners in ihrem Gespinst

Berlin/Bezirk – Die mit Widerhaken versehenen Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift, das bei Tieren und Menschen entzündliche Reaktionen auslösen kann: In den nächsten Wochen steigt das Gefahrenpotenzial durch Raupen des Eichenprozessionsspinners. Nach Haut- oder Augenkontakt können Reizungen oder ernsthaften Entzündungen entstehen. Das Einatmen der Brennhaare reizt die oberen Atemwege, bei entsprechender Vorbelastung kann dies auch zu Atemnot führen. Möglicherweise treten Symptome erst nach 24 Stunden auf.

Der Lebensraum des Eichenprozessionsspinners sind Eichen – insbesondere Stiel- und Traubeneichen. Das Potenzial für eine gesundheitliche Gefährdung besteht vor allem dort, wo die Raupennester und -prozessionen in unmittelbarer Nähe von Häusern, Wegen, Erholungs- und Sportanlagen, Schulen, Kindertagesstätten, Freibädern und Badegewässern zu finden sind. Durch den Wind können die Brennhaare zudem über weite Strecken transportiert werden. Auch lagern sie sich häufig unter befallenen Bäumen ab und haften an Schuhen und Kleidung. Lebende und tote Raupen sowie neue und alte Nester sollten nicht berührt werden. Die Brennhaare können möglicherweise auch nach Jahren entzündliche Reaktionen auslösen.

Die Bevölkerung sollte deshalb befallene Areale meiden und auf Warnhinweise achten, rät jetzt die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung.

Verantwortlich für die Organisation von Abwehrmaßnahmen, wie der mechanischen Entfernung der Raupennester, sind die Eigentümerinnen und Eigentümer von betroffenen Grundstücken oder die zuständigen Behörden, wie das Landesforstamt und die Naturschutz- und Grünflächenämter der Bezirke.

Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Links: