Amtshilfe in der Pandemie

Bezirksbürgermeister Frank Balzer besuchte Julius-Leber-Kaserne

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zwei Männer in einem Raum
Brigadegeneral Andreas Henne und Bürgermeister Frank Balzer Foto: BA

Bezirk/Wedding – Die Julius-Leber-Kaserne ist die größte Kaserne der Bundeswehr in Berlin, sie befindet sich direkt südöstlich des Flughafens Tegel. Von hier aus koordiniert die Bundeswehr derzeitig ihre deutschlandweiten Corona-Einsätze.

Normalerweise arbeiten in der Operationszentrale der Kaserne vier Soldaten. Sie bearbeiten Anfragen von Kommunen und Bundesländern, wenn diese die Bundeswehr beispielsweise bei Hochwasser oder Waldbränden um Unterstützung bitten. Es sind Einsätze im Rahmen der sogenannten Amtshilfe, wie sie Artikel 35 des Grundgesetzes vorsieht. Hier ist geregelt, dass sich Behörden des Bundes und der Länder gegenseitig dabei helfen sollen, ihre Aufgaben zu erfüllen. Voraussetzung dafür ist, dass es keine anderen zivilen Möglichkeiten der Unterstützung gibt. Durch die Coronakrise ist das Personal stark angestiegen, knapp 40 Soldaten arbeiten jetzt in einer Schicht. Denn zurzeit läuft in der Operationszentrale der größte Inlandseinsatz der Bundeswehr seit ihrem Bestehen.

Anlass für Bezirksbürgermeister Frank Balzer, dem Lagezentrum in der Julius-Leber-Kaserne einen Besuch abzustatten: Am 6. Mai empfing ihn Brigadegeneral Andreas Henne. Dabei informierte Balzer sich über die zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen. So helfen Soldaten beispielsweise bundesweit in Alten- und Pflegeheimen oder Aufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete, um das Personal zu entlasten. „Die Bundeswehr leistet wertvolle Hilfe bei der Bereitstellung und Sicherung von Lagerkapazitäten für Schutzausrüstungen und medizinische Güter, hilft beim Entladen und dem Transport, unterstützt den Aufbau des neuen Corona-Behandlungszentrums auf dem Messegelände“, sagte Balzer. „Im Namen des Bezirks Reinickendorf möchte ich der Bundeswehr für diese Hilfeleistung ausdrücklich danken.“

red