Tegel ist bald auf dem Holzweg

Mehr Klimafreundlichkeit: Schumacher Quartier soll mit Naturstoff gebaut werden

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Häuser
Insgesamt will Berlin auf dem TXL-Gelände 6000 neue Wohnungen bauen. Foto: Tegel Projekt GmbH

Tegel Wenn alles nach Plan verläuft, wird im November der Flughafen Berlin TXL seinen Flugbetrieb einstellen und durch den BER abgelöst werden. Frei wird eine riesige Fläche. Eine Bebauung war durch Start- und Landebahnen nicht möglich. Diese Lücke soll durch ein smartes Wohnviertel geschlossen werden. Wo sich Millionen von Passagieren tummelten, entsteht ein klimaneutrales Stadtquartier. Tegel ist auf dem Holzweg, dies ist im wahrsten Sinne des Wortes zu verstehen. Denn Bäume werden das Material für Wände, Stützen und Fassaden für rund 6000 Wohnungen bieten. „Es wird ein Holzbau-Modellquartier“, kündigte Bausenatorin Katrin Lompscher an. Begrünte Dächer, sechs (!) Meter breite Fahrradwege und ein Park mit See, der bei Starkregen geflutet werden kann. Für die Quartiere Cité Pasteur und TXL Nord sind weitere 4000 Wohnungen geplant. Startschuss für die Arbeiten an den Bauten soll 2022 sein. Dafür stehen reichlich Vorarbeiten an: Altlasten beseitigen, Straßen festlegen, Autobahnzubringer abreißen, Grundstücke vergeben. Gebaut wird das größte Neubauprojekt Berlin in vier Abschnitten – geplante Bauzeit jeweils fünf Jahre. In direkter Nachbarschaft zum Schumacher Quartier entsteht auf einer Fläche von über 211 Hektar ein Innovationspark für urbane Technologien: Berlin TXL – The Urban Tech Republic. Die grünen Zukunftstechnologien, die in der Urban Tech Republic entwickelt und produziert werden, kommen dann im Schumacher Quartier zur Anwendung. red