Große Häuser, kleine Schule

Die Filiale der Salvator-Schule liegt im Märkischen Viertel

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Viele Menschen in Kirche
Wochenendgottesdienst der Grundschule in St. Martin. Foto: Salvator-Schule

In der Königshorster Straße, gegenüber der Bücherei, ist im ersten Stock die Grundschule St. Martin untergebracht. Sie ist mit vier Klassen die kleinste Schule Reinickendorfs. Schulleiterin Frau Longard nennt sie: „Eine kleine Dorfschule in mitten der Hochhäuser“.

St. Martin ist eine private, staatlich geförderte konfessionelle Schule, ein Ableger der katholischen Salvator Schule mit moderatem Schulgeld. Sie ist einzügig mit vier Klassenstufen und kleinem Kollegium. Englisch-Lehrerin Gabriele Parrau schwärmt von ihrem Wirkungskreis: „Hier kennt jeder Lehrer jeden Schüler, sodass die Schüler sich schnell zu Hause fühlen. Die Schule ist klein und übersichtlich. Sie ist deshalb nicht so lärmbelastet. Wir können die Schüler intensiv betreuen, besonders die, die pädagogisch gefördert werden müssen.“ Und es wird viel geboten in der Mini-Schule. Im Hort steht den Kindern ein weitläufiges Gelände des ehemaligen Abenteuerspielplatzes zur Verfügung. Die Bücherei wird regelmäßig mit allen Klassen besucht. Wichtige Lern- und Freizeitangebote liegen in Laufnähe: das Schwimmbad, die Jugendkunstschule, die Musikschule „Atrium“, die Jugendverkehrsschule und die Jugendfarm Lübars. Die 4. Klasse beteiligt sich an der Reinickendorfer Umweltinitiative „Die Aufheber“ und reinigt regelmäßig das Umfeld der Schule. Das Lehrerkollegium erhält Anregungen durch regelmäßige Weiterbildung, zum Beispiel „TuWas“, das sind Fortbildungen für Lehrkräfte in Naturwissenschaften und Technik für eine praxisorientierte Unterrichtsvorbereitung. Darüber hinaus werden die Schüler durch Sozialprojekte angeregt, über ihr Umfeld hinaus zu schauen. Vor Weihnachten werden Sachspenden für die JVA gesammelt und hingebracht. Bei einem Solidaritätslauf werden Spenden für den Aufbau einer Schule in Afrika gesammelt.

All diese Angebote und Aktivitäten führen zu einer starken Nachfrage. Damit die aktuelle maximale Klassenstärke von 29 Schülern nicht überschritten wird, konnte im letzten Jahr nur jeder dritte Schüler von der Anmeldeliste aufgenommen werden. kbm

Gabriele Parrau Foto: kbm