Noch lange nicht in trockenen Tüchern

Mitte 2019 haben die Bauarbeiten am Paracelsus-Bad begonnen – die Sanierung zieht sich hin

0
875
Gebäude
Paracelsus-Bad von vorne

Reinickendorf – „Wie steht’s eigentlich bei den Arbeiten am Paracelsus-Bad?“ Das wollte kürzlich eine RAZ- Leserin bei Facebook wissen. Die Redaktion hörte bei den Berliner Bäder-Betrieben (BBB) nach und erfuhr, dass es in Sachen Sanierung dort zumindest „außenrum“ gerade nicht recht weitergeht. „Bezüglich der Fassade laufen komplexe Diskussionen zum Denkmalschutz“, sagte uns BBB-Sprecher Matthias Oloew. „Deshalb können wir da derzeit noch nicht weitermachen beziehungsweise anfangen, wie eigentlich geplant.“

Von außen könne es sogar so wirken, als geschehe am geschlossenen Bad rein gar nichts. Im Innern jedoch laufen bereits Arbeiten, etwa hinsichtlich der technischen Sanierung. So seien beispielsweise Lüftungen bereits demontiert, berichtet Oloew. Ein Termin, wann es außen weitergeht, sei unterdessen noch nicht spruchreif. „Wir rechnen aber damit, dass relativ bald Einigkeit besteht und wir richtig loslegen können.“

Das Paracelsus-Bad gilt als sogenanntes Baudenkmal. In der Berliner Denkmaldatenbank heißt es: „Zentral im Bezirk an der Roedernallee 200-204 gelegen, entstand das Stadtbad nach einem Entwurf des Reinickendorfer Hochbauamtes 1957-60 als erster Neubau eines Hallenbades in Berlin seit den 30er Jahren […] Technisch hervorzuheben ist die eigene Wasserversorgung, die über zwei Tiefbrunnen und den Wasserturm – mit Hochbehältern für Trink- und Warmwasser –, der zur Erzielung eines konstanten Wasserdrucks benötigt wurde, erfolgte. Versorgungstechnisch mit berücksichtigt wurde bereits bei der Ausführung das westlich des Hallenbades in dem angrenzenden Laubengelände projektierte, jedoch bis heute nicht ausgeführte Freibad.“

red