Toilettengang ganz ohne Ekelgefühl

Unterschriftensammlung für saubere Schulen jetzt auch in Reinickendorf

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Putzutensilien: Mop, Besen, Kehrichtschaufel

Bezirk – In Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative „Schule in Not“ fordern Einwohner in Reinickendorf die Rekommunalisierung der Schulreinigung auf Bezirksebene. Bis Ende Februar werden noch Unterschriften für den geplanten Einwohnerantrag gesammelt.

Ausgerechnet in Reinickendorf machte im Herbst der Fall eines Moldawiers Schlagzeilen, der für ein Subunternehmen auch an der Gustav-Freytag-Schule putzte, ohne vorschriftsmäßig bezahlt zu werden. Die ursprünglich beauftragte Reinigungsfirma, die an insgesamt acht Reinickendorfer Schulen tätig ist, hatte das Subunternehmen ohne Absprache mit dem Bezirk engagiert.

Um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden, sammelt die Bürgerinitiative „Schule in Not“ noch bis Ende Februar Unterschriften für den Einwohnerantrag „Saubere Schulen in Reinickendorf“. Ziel sind saubere Schulen zu guten Arbeitsbedingungen. Mit dem Einwohnerantrag soll das Thema in die Bezirksverordnetenversammlung gelangen. Ohne eine größere Öffentlichkeit kamen bereits über 800 Unterschriften zusammen. Für einen erfolgreichen Antrag braucht es 1.000. Die Unterschriftenlisten liegen in vielen Geschäften in Reinickendorf aus, können aber auch auf der Website der Initiative heruntergeladen werden.

Konkret fordern die Aktiven von „Schule in Not“ in dem Einwohnerantrag, dass die Schulen sofort eine zusätzliche, bezirklich angestellte Tagesreinigung erhalten und dass mittelfristig alle Reinigungskräfte an Reinickendorfer Schulen wieder beim Bezirk angestellt werden. Den Einwohnerantrag (Unterschriftenliste) findet man unter www.schule-in-not.de/kopie-von-buergerbegehren. Grundsätzliche Vorteile einer Schulreinigung, die keine Gewinne erwirtschaften muss, ist, dass man den Fokus auf das Ergebnis der Arbeit verschiebt. Dieser ist unter anderem: die Schule so sauber zu halten, dass sich die Kinder den Gang zum WC nicht verdrücken müssen.

Wer in Reinickendorf selbst Erfahrung mit einer unzureichenden Reinigung der Schulgebäude gemacht hat, kann diese unter der Mailadresse reinickendorf@schule-in-not.de mit der Initiative teilen.