Shi… Sha… schnappi

Mehr als 40 Ordnungshüter kontrollierten und beanstandeten Barbetrieb

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Shisha-Pfeife mit Rauch
Symbolbild

Reinickendorf – „Alle raus!“ Weil in einer Shisha-Bar in Reinickendorf-West die Kohlenmonoxid-Konzentration beim fast Dreifachen des zulässigen Grenzwerts lag, mussten die Gäste die Räumlichkeiten verlassen: Das Ordnungsamt Reinickendorf hat am Wochenende 18./19. Januar mit Polizei und Zoll zwei Lokalitäten kontrolliert. Dabei prüften die mehr als 40 Einsatzkräfte neben der Luftbelastung eine breite Palette von Ordnungswidrigkeiten: Unter anderem ging es auch um die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes sowie der zoll- und steuerrechtlichen Vorschriften beim verwendeten Tabak. In beiden Bars gab es demnach Mängel.

Bezirksstadtrat Sebastian Maack begleitete die Maßnahme: „Wir haben Präsenz gezeigt und ein Zeichen gesetzt, dass wir die ganze Bandbreite unserer rechtlichen Zuständigkeiten prüfen und auch durchsetzen können. Es war einer der ersten Einsätze der neu geschaffenen Organisationseinheit ‚Kombinierte Außendienste‘. Ich habe diese Struktur aufgebaut, um verstärkt Verbundeinsätze vorbereiten und durchführen zu können, an denen mehrere Ämter und Behörden beteiligt sind. Insbesondere im Kampf gegen kriminelle Clanstrukturen ist das Ordnungsamt auf die Unterstützung anderer Ordnungsbehörden angewiesen.“

Shisha-Bars sind genehmigungsfreie Gaststätten, weshalb vor Betriebsbeginn keine Abnahme der Entlüftungsanlagen erforderlich ist oder sichergestellt ist, dass diese überhaupt existieren. Das von Shisha-Pfeifen häufig freigesetzte Kohlenmonoxid ist farb- und geruchslos und verursacht in geringen Konzentrationen Kopfschmerzen und Schwindel. In höheren Konzentrationen ist Kohlenmonoxid tödlich.