“Ein Bild der Verwahrlosung”

Gibt es noch Chancen für eine Öffnung des Strandbads Tegel?

0
2039

Tegel – Seit Jahren ist das geschlossene Bad ein trauriges Ärgernis für die Reinickendorfer. Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) startete im Auftrag der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) im Herbst 2019 ein Konzeptverfahren für eine künftige Nutzung. CDU-Politiker kritisierten die schwierigen Rahmenbedingungen für einen künftigen Betreiber.

„Ein Bild der Verwahrlosung“ bietet das Strandbad Tegel. So beschreibt der Wahlkreisabgeordnete Stephan Schmidt (CDU) nach einem Besuch am Strandbad kurz vor Weihnachten: „Dass ein Strandbad im Herbst und Winter einen etwas melancholischen Eindruck machen kann, war mir schon klar. Und dass Spielgeräte und Hinweisschilder vor dem Hintergrund der Zwangspause etwas Patina ansetzen können, ebenfalls. Das Bild, was sich mir hier bot, war allerdings weitaus schlimmer“, bedauerte Schmidt und fuhr fort: „Niedergetretene Zäune lassen einen freien Zugang für jeden, der hier nichts Gutes im Schilde führt. Die Umkleiden und Sanitärgebäude sind mit Schmierereien übersät. Man sieht Mülltüten, die niemand entsorgt, wenn überhaupt welche benutzt wurden und der Müll frei herumliegt. Wie die Anlagen von innen aussehen, wagt man sich kaum vorzustellen. Wir stehen ja hoffentlich kurz vor der Vergabe an einen privaten Betreiber, zumindest war dies das Versprechen von Senat und Bäderbetrieben. Es wundert allerdings nicht, dass es kaum Bewerber für ein solch heruntergekommenes Gelände gab.“

Schmidt hatte die Berliner Bäderbetriebe auf Ihre Verpflichtung hingewiesen, das Strandbad und seine Einrichtungen auch ohne Betrieb in einem ordentlichen Zustand zu halten. „Ich hoffe, dass hier bald etwas geschieht, bevor der letzte Bewerber für das Gelände auch noch abspringt,“ gab sich Schmidt zaghaft optimistisch.

red

 

Beleidigung für das Auge: ein aus der Form geratener Zaun und ein kleiner Müllplatz davor. Foto: privat