Damit Tamara bleiben kann

Familienfarm Lübars benötigt 170.000 Euro für die Tiere

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Lübars – Die Alte Fasanerie beherbergt rund 120 Tieren und ist ein beliebtes Ausflugs­ziel, insbesondere für Kinder. Vor allem Alpakas, Mini-Schweine und Pferde sind bei ihnen populär, darunter Pony Tamara. Die ganz kleinen Besucher schauen gern bei den Deutschen Riesen, eine besonders große Kaninchenart, vorbei.

Doch die Familenfarm steht aktuell vor einer finanziellen Krise: Das Elisabethstift, das den Hof betreibt, braucht 170.000 Euro – so viel kostet im Jahr die Haltung der Tiere: ob Finja und Fio die Ziegen, Hannes, der Kater oder Horst, der Truthahn.

Nachdem Vermietung und Verpachtung der Räumlichkeiten sowie der Verkauf eigener Erzeugnisse nicht das benötigte Geld einbrachte, ist jetzt die Hilfe der Reinickendorfer gefragt. Die Betreiber setzten alles daran, Kaninchen, Ziegen, Schafe und Co. behalten zu können; so ist neben dem Spendenaufruf auch die Gründung eines Fördervereins in Planung. Sollte das Geld nicht zusammenkommen, müssen die Tiere abgegeben werden.

Damit würde genau der Teil der Farm wegfallen, den Familien seit der Eröffnung 1978 besonders schätzen: Die Nähe zu Tier und Natur direkt vor der Haustür am Rande Berlins. Die Verantwortlichen vom Elisabethstift befürchten, dass dadurch auch die anderen Angebote wie die Hausaufgabenhilfe und das „Café der Begegnung“ an Attraktivität verlieren könnten.

Großer Sponsor ist abgesprungen

Bisher wurde die Landwirtschaft der Familienfarm durch Sponsoren und ein Strukturtrainingsprojekt der EU und der Senatsverwaltung unterstützt. Letzteres hat vor allem ein Ziel: Langzeitarbeitslosen dabei zu helfen, im Alltag der Arbeitswelt wieder Fuß zu fassen. Schon im dritten Jahr nehmen 20 bis 30 Menschen dieses Angebot in der Alten Fasanerie wahr. Jetzt läuft das Programm aus und damit endet auch ein Weg des Hofes, sich zu finanzieren. Zudem ist ein großer Sponsor abgesprungen.

Damit die Tiere bleiben können, müssen die 170.000 Euro bis spätestens Juni 2020 auf dem Spendenkonto angekommen sein. „30.000 Euro sind schon zusammengekommen (Stand: 13. Dezember)“, sagt der Leiter des Elisabethstifts, Helmut Wegner. „Im Namen der gesamten Organisation bedanke ich mich herzlich für alle großen und kleinen Spenden, die bisher eingegangen sind.“

Celine Fink

Auch Tamara muss um ihr Zuhause fürchten.

Weitere Informationen und die Kontodaten zum Spenden finden sich unter http://alte-fasanerie-luebars.de/aktuelles