Unbequeme Abfälle bequem entsorgen

Andere Kommunen als Vorbild – Schadstoff-Mobil auch für Reinickendorf gefordert

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Bezirk – Die illegale Entsorgung von Müll und Bauschutt ist ein Problem im Bezirk. Im vergangenen Jahr gab es rund 3.640 registrierte Fälle von illegaler Müll- und Bauschuttentsorgung auf öffentlichem Straßenland und in Grünflächen. Darunter befindet sich häufig schadstoffbelasteter Sondermüll wie Farben, Lacke, Altöl, Chemikalien oder Batterien.

„Dieses Problem verschärft sich auch dadurch, dass es in Reinickendorf kein öffentliches Angebot zur fachgerechten Entsorgung von Schadstoffen gibt“, erklärt der Bezirksverordnete Felix Schönebeck. Die nächstgelegenen Angebote der BSR befinden sich in Spandau und Prenzlauer Berg, was insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen ein Problem darstellt. Auf den Reinickendorfer BSR-Recyclinghöfen konnte die Schadstoffannahme bisher nicht realisiert werden. Die BSR hat erst kürzlich bekräftigt, dass es auf den Recyclinghöfen in der Lengeder Straße und in der Ruppiner Chaussee aufgrund der Größe nicht möglich sei, weitere Behälter aufzustellen.

Deshalb soll nun ein so genanntes Schadstoff-Mobil in Reinickendorf Abhilfe schaffen. „Wir wollen, dass es in Reinickendorf künftig bürgerfreundliche Möglichkeiten zur umweltgerechten Entsorgung von gefährlichen Schadstoffen gibt. Dafür soll ein Schadstoff-Mobil an verschiedenen Orten im Bezirk zu festen Intervallen den Bürgern für die Entsorgung von Schadstoffen zur Verfügung stehen“, erklärt Schönebeck. In der November-Sitzung der BVV hat die CDU-Fraktion daher einen Antrag auf den Weg gebracht, der den Einsatz eines Schadstoff-Mobils vorsieht. In einigen Kommunen Deutschlands – wie in Oberhavel – bieten Schadstoff-Mobile bereits eine umweltgerechte Möglichkeit, wohnortnah Schafstoffe ordnungsgemäß zu entsorgen.