Unsere Kinder brauchen eine Lobby

Der Reinickendorfer Bezirkselternausschuss Kita sucht neue engagierte Eltern

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Vorstandssitzung des BEA-Kita - Renate Ramchen mit der Vorstandsvorsitzenden Irina Rendok und Franziska Krüger (v.r.n.l.) - auf der Krabbeldecke die zweite Tochter von Frau Krüger, Bild: dsd
Vorstandssitzung des BEA-Kita - Renate Ramchen mit der Vorstandsvorsitzenden Irina Rendok und Franziska Krüger (v.r.n.l.) - auf der Krabbeldecke die zweite Tochter von Frau Krüger, Bild: dsd

Bezirk – „Unsere Kinder brauchen eine Stimme, denn sie sind nicht in der Lage, für sich selbst zu sprechen. Und ich finde es wichtig, dass Eltern diese Aufgabe übernehmen“, erklärt Franziska Krüger ihre Aufgabe als Vorstandsvorsitzende des Bezirkselternausschusses Kita (BEA Kita). „Interessant ist es auch zu sehen, was man alles erreichen kann, wenn man sich für seine Ziele einsetzt. Ich bin gerne eine Ansprechpartnerin für Eltern und Kitas bei Fragen und Problemen.“ Der BEA Kita sieht sich als Informationsdrehscheibe zwischen Eltern und den zuständigen Gremien und Entscheidungsträgern und setzt sich zusammen aus je einem Vertreter und einem Stellvertreter jeder Kita des Bezirks, die gemäß Kita-Förderungsgesetz Elternvertreter entsenden. Dies betrifft sowohl Einrichtungen freier Träger als auch die städtischen Eigenbetriebe des Bezirks. Der BEA Kita ist grundsätzlich in allen Gremien, im Landeselternausschuss Kita mit einem Vertreter und einem Stellvertreter, im Bezirkselternauschuss Schule, im Jugendhilfeausschuss als beratendes Mitglied, der Spielplatzkommision und – sofern im Bezirk bestehend – in der AG78 vertreten.

„Ich möchte ein Vorbild für meine Kinder sein und gefragt und gehört werden, wenn es um ihre Belange geht“, begründet Irina Rendok ihre Motivation ebenso als Vorstandvorsitzende des BEA Kita. „Wir sehen uns nicht nur als Interessenvertreter der Kinder und deren Eltern, sondern auch als Unterstützer der Erzieher. Wir kooperieren und befürworten viele Forderungen der Gewerkschaften und von Erzieherfachtagen.“ Immer wieder ist die Sorge der Kitaplatznot Thema in den Sitzungen. Dies war ein wichtiger Punkt bei den Gesprächen mit Parteien, die der Vorstand des BEA Kita geführt hat.

Da die Arbeit des BEA Kita in den letzten Jahren etwas eingeschlafen ist, was zumindest durch Rückmeldungen von Kitaleitungen widergespiegelt wird, will man mit einem neuen Flyer den BEA Kita aus seinem Dornröschenschlaf holen und wieder bekannter machen. Auch über die wieder neu aktivierte Facebook-Seite kann man sich im Bezirk über Elternarbeit und Möglichkeiten informieren, geplant ist ebenso quartalsweise eine Infopost mit bestimmten Schwerpunkten. Berlinweit kämpfen viele BEA-Kitas mit zu wenigen Ehrenämtern, so dass es jedes Jahr aufs Neue schwierig ist, alle Posten in den Gremien zu besetzen. Darum der dringende Aufruf des Vorstandes: „Letztlich kann man nur mit Hilfe von vielen engagierten Menschen noch viel mehr für unsere Kitas erreichen. Wir brauchen dringend neue, frische, engagierte Gesichter.“

dsd