Schon jetzt den Frühling pflanzen

NABU Berlin und die AG Biodiversität suchen helfende Hände für den 28. September

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Bild: Melanie von Orlow

Bezirk – Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn wird es kühler und frischer – perfekter Pflanzzeitpunkt für den kommenden Frühling: klassische Frühlingsblüher wie Krokusse und Blausternchen sowie exotischere Vertreter wie die Schachbrettblume können nun in die Erde. Als erste Frühlingsblüher liefern sie im März nicht nur die ersten Farbtupfer, sondern auch süße Starthilfe für Bienen aller Couleur. 

Die aus der Winterruhe erwachten Hummelköniginnen benötigen diese ersten Nektarspender für die Nestgründung, und die frühen Wildbienen wie die Frühlings-Pelzbiene suchen dort nach Partnern. Damit es gerade im öffentlichen Grün mehr solcher Farbtupfer gibt, hat die AG Biodiversität – ein Zusammenschluss von Imkern und Naturfreunden aus dem Bezirk – eine Pflanzaktion der wertvollen Zwiebeln organisiert. Das Geld für die Zwiebeln kommt vom Bezirk selbst: Der NABU Berlin hat einen Antrag auf Sondermittel gestellt, der von der Bezirksverordnetenversammlung bewilligt wurde. Rund 10.000 Blumenzwiebeln aus biologischem Anbau speziell für die Insektenwelt wurden bestellt: Krokusse in Wildform, der sich gut verbreitende Elfenkrokus sowie blaue Traubenhyazinthen, Laucharten und Blausternchen für schattige Ecken.

Nun sollen die Zwiebeln schnell in den Boden: In Absprache mit dem Natur- und Grünflächenamt wurden mehrere Flächen für die Pflanzaktion ausgesucht. Bisher sollen im Kienhorstpark, am S-Bahnhof Alt-Reinickendorf, entlang des Borsigdamms (beginnend ab Ecke Neheimer Strasse) sowie entlang der Techow- und Rosentreter-Promenade gepflanzt werden. Weitere Flächen in Hermsdorf und Frohnau werden derzeit noch geklärt. Am Samstag, 28. September, ab 10 Uhr werden dann viele Helfer benötigt, um die Zwiebeln in den Boden zu bekommen. Eine eigene Handschaufel oder ein Zwiebelstecher sind von Vorteil; Arbeitshandschuhe und Knieschutz sind ebenfalls praktische Hilfsmittel. Kinder können gerne mitgebracht werden und mitmachen.

Damit die Aufteilung der Helfer auf die Flächen organisiert werden kann, bittet die AG Biodiversität um vorherige Anmeldung per E-Mail unter kontakt.agbio@gmail.com.