Reifenstecher kamen mitten am Tag

Dreister Anschlag hat sechs Dienstfahrzeuge der Caritas außer Betrieb gesetzt

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Der Schaden ist wieder behoben bei der Caritas in der Brunowstraße. Bild: Caritas

Tegel – Das ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten: Am 22. Juli zerstachen Unbekannte am frühen Nachmittag die Reifen bei sechs Dienstfahrzeugen der Caritas-Sozialstation Tegel in der Brunowstraße. Durch die mutwillige Beschädigung der Fahrzeuge waren diese zwei Tage nicht einsetzbar. Die pflegerische Versorgung mehrerer Kunden wurde gefährdet.

„Das ist zwischen 13 und 15 Uhr passiert, wir haben uns selbst gewundert, wie das möglich sein konnte“, sagt der Pflegedienstleiter Gerd Evers. Kollegen seien unterwegs gewesen, es herrsche um diese Uhrzeit ein ständiges Kommen und Gehen. „Wir haben auch bei Mitarbeitern des Restaurants nebenan nachgefragt, niemandem ist etwas aufgefallen.“

Als der Schaden bemerkt wurde, rief Evers die Polizei an den Tatort und erstattete Anzeige. „Wir haben keine Ahnung, aus welchen Motiven der oder die Täter gehandelt haben könnten“, sagt Evers, „Aber wir können wohl ausschließen, dass es sich um einen Mitarbeiter der Caritas handelt.“ 

Die Pflegekräfte der Caritas Sozialstation helfen alten und kranken Menschen beim Anziehen, Duschen und im Haushalt. Sie geben Medikamente, führen Wundverbände und andere ärztliche Anordnungen durch. Ambulante Pflegedienste machen es möglich, dass auch Menschen, die regelmäßig Hilfe im Alltag brauchen, zu Hause bleiben können. Für die Versorgung in der Region ist ein Einsatz von Fahrzeugen absolut notwendig.

Gerd Evers sagt: „Diese Aktion ist schäbig und gefährdet die Gesundheit unserer Kunden! Wir bitten die Anwohner, ein wachsames Auge zu haben und uns Auffälligkeiten zu melden.“ Um weiteren Delikten dieser Art vorzubeugen, hat er eine Wurfsendung vorbereitet, die er in den anliegenden Haushalten verteilen ließ.

In der Caritas-Sozialstation Tegel sind 15 Fahrzeuge täglich unterwegs im Versorgungsgebiet Tegel, Heiligensee, Konradshöhe, Borsigwalde, Reinickendorf. Zwischen 6 und 22 Uhr werden täglich rund 240 Kundinnen und Kunden versorgt.