Rennstrecke Heiligenseestraße?

Unterschiedliche Beobachtungen bei Anwohnern und der Senatsverwaltung

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Bild: F. Schönebeck

Heiligensee – Die Heiligenseestraße verläuft über viereinhalb Kilometer von Alt-Heiligensee durch den Tegeler Forst bis zum „Alten Fritz“ in Tegel. Nach dem Empfinden zahlreicher Anwohner nutzen die Straße einige Autofahrer offenbar als „Rennstrecke“. Eltern der Kita am Südfeld, wandten sich daher an den Bezirksverordneten Felix Schönebeck.

Dieser forderte die Verkehrslenkung Berlin auf, die Situation zu überprüfen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die Senatsverwaltung für Verkehr antwortete jetzt auf den Vorstoß des Bezirkspolitikers und widerspricht den Beobachtungen der Anwohner aus Heiligensee. Verkehrsprüfungen des Senats vor Ort hätten ergeben, dass der Fahrzeugverkehr „ruhig und besonnen“ verliefe.

Die Straße sei „geradlinig und übersichtlich“, der Verkehr „ruhig und unauffällig“ und das Queren durch Fußgänger „ungefährlich“. Eine Verkehrszählung im August 2018 ergab, dass die Heiligenseestraße zwischen 7 und 9 Uhr durchschnittlich von 700 Fahrzeugen frequentiert wird. Das ist im Schnitt ein Fahrzeug alle fünf Sekunden. „Nach mehreren Terminen vor Ort teile ich durchaus die subjektive Wahrnehmung der Eltern und Anwohner.

Die Heiligenseestraße lädt zum schnellen Fahren ein. Das ist gerade auf Höhe der Kita und Fußgängerübergänge ein Problem […]Die Zahlen von Verkehrslenkung, Senat und Polizei sprechen jedoch eine andere Sprache. Danach gibt es objektiv diese Problematik nicht. Ich werde dieses Thema dennoch weiterverfolgen und die Entwicklung im Auge behalten“, verspricht Schönebeck.