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Montag, 17. Januar 2022
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Vorsicht beim Welpenkauf

Vorsicht beim Welpenkauf

Bezirk – Tapsige Pfoten, flauschiges Fell und große Augen, Hundewelpen können sehr anrühren. Wer mit so einem niedlichen Fellträger als neues Familienglied lieb­äugelt, sollte bei „Angeboten“ genauer hinsehen. Denn auf Kleinanzeigen-Portalen tummeln sich dubiose Händler. Die zu Dumpingpreisen gehandelten Tiere kommen häufig von bandenmäßig organisierten Händlern aus Osteuropa, schwerpunktmäßig aus Polen, Tschechien, Rumänien und Ungarn. In Reinickendorf betroffen sind vor allem die Ortsteile Wittenau, Märkisches Viertel und Reinickendorf an der Grenze zum Wedding (die RAZ berichtete). Wöchentlich werden in Berlin, meist über eBay Kleinanzeigen, rund 250 Tiere illegal verkauft. Die weit unter Züchterpreisen verkauften Tiere sind häufig krank und können später Verhaltensauffälligkeiten zeigen.

Der Wittenauer Bezirksverordnete und CDU-Ortsvorsitzende Björn Wohlert setzt sich gemeinsam mit dem Tierschützer Stefan Klippstein für die Bekämpfung des illegalen Welpenhandels in Reinickendorf ein. Dazu sollte der Senat ein bezirksübergreifendes Meldesystem, das die Veterinär- und Ordnungsämter mit den Polizeidienststellen vernetzt und die Welpenhändler in eine gemeinsame Datenbank einträgt und erfasst, geschaffen werden. 

Ein entsprechender Antrag wurde im Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf bei Enthaltung der Grünen beschlossen. „Ohne ein bezirksübergreifendes Meldesystem kann eine wirksame Kontrolle in den einzelnen Bezirken und eine nachhaltige Bekämpfung des illegalen Welpenhandels in Berlin nicht erfolgen“, begründet der Bezirksverordnete Björn Wohlert diesen Lösungsansatz. 

Gefundene Standorte im Beitrag | Berlin, Reinickendorf