Freitag, 30. September 2022
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Stoppt das Hochwasser

Stoppt das Hochwasser

Heiligensee – Der Sommer 2017 hat besonders in Heiligensee zu Überschwemmungen geführt (die RAZ berichtete). Dass das Thema die Anwohner nachhaltig beschäftigt, liegt auf der Hand. Zwei Einwohneranfragen von Harald Haufe und Dr. Sabine Müller wurden dazu in der Bezirksverordnetenversammlung am 8. November gestellt. So wollte Dr. Müller, die im Frühherbst eine Online-Petition zur Wiederaufnahme eines Runden Tisches initiiert hatte, wissen, was die zuständigen Behörden planten, um erneute Überflutungen wie im Juli 2017 zu verhindern.

Die Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) räumte ein, dass man dem Problem „mehr Bedeutung beimessen“ werde und das „Starkregenrisikomanagement“ effektiver gestalten müsse. Die Verantwortung für das Grabensystem Heiligensee aber liege bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Die wurde von Sabine Müller angezählt. Die Heiligenseerin hat den „Eindruck, dass die Senatsverwaltung die Verantwortung für Schäden gern auf den Bürger abschiebt. Dann heißt es, dass das nichts mit dem Grund- oder Hochwasser zu tun habe, sondern mit nicht fachgerecht abgedichteten Kellern. Aber ich vermisse die Verantwortung für die mangelhafte Grabenpflege und unsachgemäßen Straßenbau.“

Gilbert Collé (SPD) regte nach dem Vorbild der Mäckeritzwiesen einen runden Tisch an. „Da gab es ein konstruktives Treffen zwischen Senatsverwaltung, Bezirksamt und Anwohnern.“ Das sollte auch in anderen Gebieten funktionieren, einen entsprechenden Antrag wolle die SPD im nächsten Bauausschuss einbringen. Silvia Schmidt (CDU) glaubt auch, dass die mangelhafte Pflege der Gräben eine Auswirkung auf den Wasserstand hat. „Die Problematik ist sicher berlinweit, die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus hat daher zu einem Runden Tisch Grundwasser geladen.“ 

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